Montag, 21. Dezember 2015

Frohe Weihnachten

Ihr Lieben,

ein wunderbares, faszinierendes, ereignisreiches, manchmal auch anstrengendes, aber vor allem heilsames Jahr neigt sich langsam dem Ende und ich bin tief bewegt. Tief bewegt von diesem Wunder Leben und eine feierliche Stimmung macht sich breit. Passend zu Weihnachten.
Auch die letzten Wochen hatten es nochmal in sich. Eine Erkenntnis jagte die nächste, immer öfter erinnere ich mich an frühere Leben und mit wem ich sie verbracht habe, in welcher Beziehung wir standen.

Wenn ich so zurückblicke, dann fühlt sich dieses Jahr wieder so an, als ob die Ereignisse für ein ganzes Leben reichen würden und irgendwie ist auch ein jedes Lebensjahr wie ein eigenes kleines Leben. Der Januar fühlt sich für mich immer an, wie eine neue Geburt, ein neuer Aufbruch und ich bin gespannt darauf, was sich wohl alles zeigen mag. Im Laufe der Monate wachse ich dann wieder, entdecke mich neu, verändere mich, begegne wichtigen Menschen, halte immer wieder auf meinem Weg inne und schaue mir an, was da alles so geschieht und was es mit mir macht. Schaue immer wieder, wo es denn nun für mich weitergeht. Wie der nächste Schritt aussieht. Und um so mehr Monate vergehen, um so reifer werde ich wieder, wie auch die Früchte an einem Baum reif werden. Im Herbst steht die Ernte an. Ich schaue mir an, welche Früchte das Jahr getragen hat, wer ich geworden bin und genieße den Erfolg. So wie es vielleicht auch im Alter der Fall ist. Man blickt zurück und ist hoffentlich stolz. Ich kann sagen, dass ich sehr stolz bin. Dann kommt der Rückzug, das nach innen gehen. Die Tage werden kürzer, Erholung ist angesagt, mehr Ruhe. Dann im Advent, in dieser wunderbaren lichten Zeit, beginne ich immer mehr auf mich zuzugehen und das, was über das Jahr geschehen ist, in mein Wesen zu integrieren. Der Advent ist eine Zeit, in der wir uns auf etwas zubewegen, wir wollen ankommen. Und Weihnachten ist dann endlich die Zeit des Ankommens für mich. So wie die Hirten auf den Stern zugingen, gehe ich auf mein eigenes Licht zu und komme dann wieder noch mehr bei mir an. Auch am Lebensende, wenn die Seele sich entschließt, diesen Körper zu verlassen, gehen wir auf uns selbst zu, auf unser Licht und werden wieder komplett wir selbst, unser wahrer Kern. Ein altes Ich stirbt, auf dass später ein neues Ich wiedergeboren werden kann. Zwischen Weihnachten und Neujahr fühlt es sich für mich immer an, wie zwischen den Welten. Das alte Jahr ist vorbei, es gibt nichts mehr zu tun. Du kannst am alten Jahr nichts mehr ändern, es ist gelebt. Nun gilt es zurückzuschauen und zu entscheiden, was man davon im neuen Jahr wieder haben möchte, was man vielleicht anders erschaffen will, was man im neuen Jahr in Angriff nehmen will. Genau wie die Seele nach dem Verlassen ihres Körpers nochmal auf das alte Leben zurückblickt und sich ebenfalls entscheidet, was davon im neuen Leben wieder erfahren werden möchte, was anders sein soll, was stattdessen erfahren werden soll. Und dann kommt die Wiedergeburt, das neue Jahr beginnt, ein neues kleines Leben beginnt, neue Erfahrungen und Erlebnisse warten und wollen gelebt werden. Das Spiel beginnt von vorne! Neues Wachstum ist möglich, aufbauend auf all den wichtigen "alten" Erfahrungen. Und wieder dürfen wir uns noch näher kommen, werden noch mehr die, die wir im Kern schon sind. Dürfen uns ausdrücken, an uns selbst erfreuen, erschaffen, erfahren.

Ich wünsche euch allen, dass ihr in dieser wunderbaren Zeit auf euer Licht in euch zugehen könnt, dass ihr bei euch ankommt, wie die Hirten beim Stern, seht, wer ihr wirklich seid. Wie wunderbar, göttlich, mächtig und vollkommen. Ich wünsche euch, dass ihr voller Stolz und Freude auf euer Jahr zurückblicken könnt, zufrieden mit dem, wer ihr ward und geworden seid.

Frohe Weihnachten! ♥
Anja

Foto: Anja Reiche

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Urvertrauen - Anbindung an Mutter Erde

Was hat sich da eben wieder getan, gelöst und gezeigt. Wieder wurde ich vom Leben reich beschenkt, weil ich mich dazu entschlossen habe. Meine Verbindung zu Mutter Erde wurde gerade extrem ausgebaut und sie war es auch, die mir klar gemacht hat, dass einige körperliche Symptome überflüssig werden, wenn wir ins Vertrauen gehen.

Aber lest selbst wie es dazu kam:

Gerade hab ich wie so oft ein paar Körper- und Achtsamkeitsübungen gemacht und lag danach ganz entspannt und völlig im Moment auf meiner Matte. Meine Aufmerksamkeit wanderte zu meinem rechten Knie, denn der Schmerz war immer noch vorhanden. (näheres zum bisherigen Heilungsprozess und den wunderbaren Erkenntnissen zu den Themen, die dahinterstecken findet ihr in diesen beiden Artikeln: Noch mehr Heilung und Mein Körper geht in die Weichheit) Ich spürte also ins Knie und bemerkte, dass darin noch unheimlich viel Wut steckte. Wut und alter Schmerz darüber, dass ich in der Vergangenheit so oft nicht meinen Weg gehen konnte, oder besser gesagt glaubte, dass ich es nicht könne. Beide Gefühle ließ ich einfach da sein, ging völlig in sie rein, sie bäumten sich noch einmal richtig auf, nahmen zu und dann begannen sie sich aus dem Knie zu lösen, in meinem Körper nach oben zu fließen und verließen mich dann begleitet von einer dicken Gänsehaut am ganzen Körper durch das Halschakra. Ruhe kehrte ein, ich atmete tief und befreit.

Nun spürte ich wieder in meinen Körper, ging wieder in das rechte Knie, generell in die rechte Seite. Ich stellte fest, wie verhärmt und überanstrengt meine rechte Seite war. Sie sah grauenhaft aus. Völlig ausgemergelt, grau, fahl, abgemagert, hohl. Über so viele Jahre hatte ich die rechte Seite extrem überlastet und gefordert. Die rechte Seite steht für das Tun und Machen, das männliche Prinzip, für Entscheidungen, für alles, was verstandesorientiert ist. Die linke Seite steht für die Weichheit, das weibliche Prinzip, das sich hingeben, vertrauen, geschehen lassen, Intuition. Diese Seite fühlte sich tatsächlich weich an, fast neu und unverbraucht. Ich hatte ja auch über so viele Jahre nur die rechte Seite beansprucht und von der linken nichts wissen wollen. Ich lebte sehr einseitig, immer mit dem Verstand vorne dran, immer im Machen, immer im Tun. Das hatte seinen Tribut gefordert. Die rechte Seite war verbraucht, kaputt, verschlissen. Als ich die beiden Seiten im direkten Vergleich so ansah, musste ich bitterlich weinen. Ich hatte die eine Seite geschunden und die andere vernachlässigt. Der Unterschied war so deutlich spürbar und es tat mir unendlich leid, dass ich die rechte Seite so kaputt gemacht hatte. Ich versuchte die Liebe und die Weichheit der linken Seite in meine rechte fließen zu lassen, aber das wollte mir nicht so recht gelingen.

Also bat ich das Universum, Gott, das Leben und Mutter Erde meinen Körper mit Liebe zu fluten. Vor allem zu Mutter Erde verspürte ich in diesem Moment eine enorme Verbindung. Erst war es dunkel um mich, doch dann bemerkte ich, dass sich von oben eine golden glitzernde Energie näherte und durch mein Kronenchakra in meinen Körper floss. Überall wo diese Energie in mir ankam, hatte ich äußerlich wieder Gänsehaut. Sie überrollte meinen Körper von oben nach unten. In mir fühlte es sich so an, wie wenn diese goldene Energie sich in Flüssigkeit verwandelt hätte und meinen gesamten Körper, der nun wie ein Gefäß war, ausfüllte, in jede Ritze drang und alles umspülte. Die Flüssigkeit schwappte langsam hin und her und löste nach und nach nochmal ganz viel Altes, alte Blockaden, alte Verkrustungen, alten Ballast. Sie färbte sich nach und nach dunkel, war irgendwann schwarz und floss dann durch mein Kronenchakra wieder ab, spülte all den "Müll" mit raus, nahm ihn mit und reinigte mich so auf wunderbare Weise. Das alles spürte ich eher reichtsseitig. Da, wo es auch am nötigsten war.

Wieder lag ich nach dieser Reinigung da und fühlte in meinen Körper. Die rechte Seite fühlte sich freier an, heiler. Ich bat wieder darum, meinen Körper mit Liebe zu fluten und nun begann eine wunderbare Energie durch meine Füße in mich zu fließen, wieder verstärkt rechtsseitig. Ich wunderte mich erst, dass die Energie von unten kam. Doch mir wurde schnell klar, dass sie direkt von Mutter Erde kam und sie tat so gut. Sie füllte mich komplett aus. Überall, wo ich vorher Hohlräume wahrgenommen hatte, floss nun diese Energie hin, die sich wie Liebe und vor allem wie Weichheit anfühlte. Ich genoss dieses Gefühl, diese samtweiche, liebevolle, wohltuende Masse. Sie floss mein Bein hinauf, durch mein Knie, weiter in die Flanke und dann merkte ich, dass sie nicht weiterkam. Ich versuchte den Ort der Blockade auszumachen und stellte fest, dass die Schulter blockierte. In meinen rechten Arm, war noch nichts geflossen. Mit der linken Hand umschloss ich meine rechte Schulter und es fühlte sich tatsächlich so an, wie ein Propf, dunkel und fest. Ich fragte, was das sei, spürte hin, in diese Qualität des Pfropfes. Da begannen auch schon wieder bitterliche Tränen zu fließen. Was hier blockierte, war all der Schmerz, den ich in dem verzweifelten Versuch, Verbindungen zu bestimmten Menschen aufrechtzuerhalten, erlitten hatte. Wie oft hatte ich mich als Kind und Jugendliche verbogen und verrenkt, um es meinen Eltern recht zu machen, wie sehr hatte ich den Arm nach ihnen gereckt, um sie endlich zu erreichen, um es ihnen recht zu machen, um ihren Ansprüchen zu genügen. Das Ergebnis war ein Schlottergelenk, eine hypermobile Schulter, die ich tatsächlich habe. Hier blieb die Weichheit stecken. Auch diesen Schmerz nahm ich an, ließ ihn da sein, spürte ihn noch einmal und er löste sich nach und nach. Ich merkte, dass die Liebe und Weichheit langsam durch meine Schulter fließen konnten und die letzten Reste des Schmerzes lösten.

Endlich floss diese wunderbare Energie in meinem rechten Arm nach unten Richtung Hand. Und blieb wieder stecken. Im Handgelenk. Auch hier habe ich tatsächlich immer wieder Schmerzen und Beschwerden. Ich spürte auch hier nach, was diese Blockade war und wieder weinte ich bitterlich als ich noch einmal deutlich erkannte, dass sich im Handgelenk der verzweifelte Versuch, immer alles unter Kontrolle zu haben und alles festzuhalten, festgesetzt hatte. Was habe ich über Jahre nicht alles versucht, um immer souverän zu sein, immer oben auf, immer cool und gefasst, habe immer alles geplant, wollte perfekt sein, eben immer alles im Griff haben. Mein Handgelenk möchte das nicht mehr. Es ist ebenfalls überlastet. Nach dieser Erkenntnis floss nun auch hier die Liebe und die Weichheit hindurch und erreichte endlich meine Hand, füllte sie aus. Nun war diese wunderbare Energie überall in meinem Körper (wobei ich mir bei Kopf und Nacken nicht ganz sicher bin - es könnte sein, dass ich hier auch noch einmal schauen darf).

Und dann wurde mir das volle Ausmaß dessen bewusst, was da eben geschehen war und welche Bedeutung das alles hatte. Die Energie, Liebe, Weichheit kam direkt von Mutter Erde. Sie versorgt mich, ich bin angebunden. Ich kann auf ihr hingehen und wandeln, wohin ich auch möchte, sie wird mich versorgen. Egal wie mein Weg aussieht, sie ist für mich da (Knie). Ihre Verbindung zu mir ist bedingungslos. Ich darf einfach ich sein. Ich muss mich weder verbiegen noch verrenken. (Schulter). Sie trägt mich und lässt mir alles zukommen, was ich gerade brauche. Ich kann ihr vertrauen und zwar blind. Ich kann loslassen und mich ihr hingeben (Handgelenk). Wie wunderbar ist das denn bitte? Welch heilsame und liebevolle Botschaften sind das?!!! Und dann wurde mir klar, dass so Urvertrauen aussieht und sich genau so anfühlt. URVERTRAUEN!!!

Diese Energie, die da durch meine Füße in meinen Körper geflossen ist, ist die unerschütterliche Anbindung an Mutter Erde. Habe ich diese, stehe ich mit beiden Beinen mitten im Leben und so sehr ein Sturm auch wehen mag, mir kann nichts geschehen. Ich habe Halt, ich bin versorgt, verwurzelt, ich bin ein Teil dieser wunderbaren Natur. Noch nie habe ich diese Anbindung so deutlich wahrgenommen, noch nie so klar gesehen. Meine körperlichen Symptome haben mir gezeigt, dass sie nicht nötig sind, wenn ich im Urvertrauen bin. Dieses Urvertrauen, diese Liebe, das Versorgtsein, diese Anbindung sind mein Geburtsrecht. Sie sind das Geburtsrecht von einem jeden von uns. Sie stehen uns jederzeit zur Verfügung. Die Frage ist, ob wir das sehen und glauben können.

Wir können so viel heilen, wenn wir uns Mutter Erde hingeben. Das weiß ich jetzt. Vertrauen wir ihr!!! Sie wartet nur darauf, ihr Werk endlich tun zu dürfen, ohne dass wir dazwischenfunken.

Ich wünsche einem jeden von euch, dass er das Geschenk des Urvertrauens entdecken darf, dass er wieder die Anbindung an Mutter Erde spürt und sich von ihr tragen und heilen lassen kann.

Hinterlasst mir gerne eure Gedanken und Eindrücke dazu in den Kommentaren.

Bewegte Herzensgrüße von mir
Anja


So wie ein Baum festverwurzelt ist, so sind auch wir fest an Mutter Erde angebunden!
Foto und Bild: Anja Reiche


Samstag, 14. November 2015

Mein Körper geht in die Weichheit

Was ist das Leben doch faszinierend. Wie ihr wisst, schaue ich mir alle körperlichen Symptome auf geistiger Ebene an, löse dort die Themen und helfe so meinem Körper, wieder in Einklang und Harmonie zu kommen.

Seit August letzten Jahres braucht mein rechtes Knie immer mal wieder Aufmerksamkeit, weil es beim Gehen schmerzt. Immer wieder ging ich in Kontakt mit meinem Knie, wenn ich das Gefühl hatte, dass sich etwas zeigen mag. Im Januar diesen Jahres hatte ich dazu schon wunderbare Erkenntnisse in einer Meditation, die mich auf dem Weg der Heilung einen riesen Schritt vorwärts gebracht haben. (Genaueres findet ihr in diesem Artikel: "noch mehr Heilung")

Allerdings gab das Knie noch immer keine Ruhe. Ich habe gelernt, dass immer alles "Unangenehme" so lange in meinem Leben bleibt, bis ich wirklich jedes Geschenk darin gefunden habe, bis ich alles verstanden habe und mir jeden Aspekt davon angeschaut habe. Erst dann können sich die Dinge lösen und gehen.

Ende September habe ich dann endlich beschlossen, dass das Knie mich lange genug eingeschränkt hat. In einer Phase, in der ich mal wieder gründlich in meinem Leben aufgeräumt habe (innerlich wie äußerlich), machte ich also einen Termin bei einem Physiotherapeuten, der LNB Schmerztherapie anbietet.  Die LNB Schmerztherapie geht davon aus, dass die meisten Schmerzen ohne OP und Medikamente in den Griff zu bekommen sind. In 90% der Fälle handelt es sich um sogenannten Alarmschmerz, der den Körper vor größeren Schäden durch Fehlbelastung bewahren soll. Diese Alarmschmerzen "entstehen also durch krankhafte muskulär-fasziale Zustände, sprich durch "Fehlprogrammierungen der Muskeln"" (Quelle: LNB Schmerztherapie, siehe Link oben).

Wie ihr wisst, bin ich der Meinung, dass wir uns selbst heilen können und jegliche Ansicht, die ohne Skalpell und Pille auskommt und stattdessen an die Wurzeln der Entstehung geht, ist für mich immer interessant. Diese Therapieform und Denkweise kam mir also gerade recht. 

Während dieser Therapie stellte sich heraus, dass das Gewebe an der Hinterseite meiner Beine völlig verkürzt und verhärtet war, die Faszien nicht mehr flexibel. Daraus resultierte natürlich eine Fehlbelastung beim Gehen. Zu viel Druck und Spannung im Gelenk. Wenn man sich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden setzt und die Knie Richtung Boden drückt, sollte die Kniekehle den Boden berühren. Auf der linken Seite war das der Fall, auf der rechten Seite passte eine Hand drunter. Daran, dass ich in dieser Stellung meine Zehenspitzen mit den Fingern berühren könnte, war gar nicht zu denken. Ich konnte mir gerade knapp unterhalb des Knies an den Unterschenkel fassen, dann war Schluss und es zog fürchterlich auf der Rückseite der Beine. Ich war einerseits tatsächlich schockiert, dass das so war. Kein Wunder, dass der Körper hier irgendwann mal um Hilfe schreit. Andererseits war ich aber auch sehr froh, einen neuen Blickwinkel auf die Ursache der Beschwerden zu haben, ein weiteres Puzzleteil für die Heilung.

Ich wurde in der Praxis entsprechend physiotherapeutisch behandelt und bekam Übungen mit nach Hause, die mir helfen sollten, das Gewebe wieder flexibel zu machen und so die Spannung aus dem Knie zu bekommen.

Nach nur zwei Wochen, in denen ich die Übungen jeweils morgens und abends machte, konnte ich meine Zehenspitzen mit den Fingern fassen, wenn ich mit ausgestreckten Beinen am Boden saß. Auch die Strecken, die ich schmerzfrei gehen konnte, wurden länger.

Begleitend zu den Übungen und den Behandlungen in der Praxis ging ich natürlich auch auf geistiger Ebene immer wieder bewusst in die Weichheit. Immer wieder richtete ich meine Aufmerksamkeit auf alle Faszien, Bänder und Gelenke, entspannte alles bewusst und animierte die Zellen, wieder in ihren ursprünglichen, natürlichen Zustand zu gelangen. Alles sollte wieder natürlich flexibel sein und dennoch Halt haben.

Vor ein paar Tagen (ich mache die Übungen immer noch, in Behandlung bin ich nicht mehr), passierte es dann, dass ich während der Übungen plötzlich schrecklich anfangen musste zu weinen. Ich konnte nicht greifen, wo das herkam oder warum das so war. Es fühlte sich an, wie alter Schmerz und alte Anspannung, aber ohne Zusammenhang. Ich ließ es zu, weinte und hatte das innere Bild, dass mich mein Schutzengel ganz fest und liebevoll mit seinen Flügeln umhüllt, mich schützt und mir somit einen Raum für Heilung gibt. Vor zwei, drei Tagen dann kam wieder ein inneres Bild. Ich sah meinen Körper da liegen und sah überall wo Faszien und Bindegewebe ist, schwarzen, klebrigen Schmodder, der begann sich zu lösen. Es fühlte sich an, wie wenn da alles innerlich vibriert und in Wallung kommt, sich lockert und der Schmodder anfängt zu gehen. Ich wurde zunehmend unruhiger, merkte, dass etwas fließen will, dass langsam wieder Tränen in mir aufsteigen und immer, wenn ich mit der Aufmerksamkeit zu meinen Faszien ging, war da dieses Vibrieren und der Aufruhr. Immer wieder sah ich mir dieses Bild an und es veränderte sich. Der schwarze, klebrige Schmodder stieg langsam nach oben, wurde immer heller, und hing schließlich wie Luftblasen, die jeden Moment aufsteigen, nur noch am seidenen Faden an meinem Gewebe.

Heute morgen bin ich dann mal wieder mit der altbekannten schlechten Laune und Unruhe aufgewacht, die ich immer habe, wenn sich Altes löst. Und vorhin endlich merkte ich, dass es nun endgültig ins Fließen kommt. Ich setzte mich also hin und ging mit meiner Aufmerksamkeit in mich und zu diesen Luftblasen und schon kullerten die ersten Tränen. Mit einem Kribbeln und Brasseln, das durch den ganzen Körper ging und mir Gänsehaut verursachte, zerstoben die Luftblasen in tausend kleine Bläschen, stiegen auf und verließen meinen Körper. Dann war Stille und ich war innerlich total ruhig. Nach einer Weile tauchte mein Körper in ein heilendes, blaues Bad. Ich tauchte komplett unter und fühlte wie das "Wasser" in meine Zellen drang und dort für Weichheit, Entspannung und natürliche Elastizität sorgte. Mein ganzer Körper entspannte sich, wurde weich und locker. Was für eine Wohltat. Und wieder überlief mich eine Gänsehaut. Ich spürte den natürlichen, ursprünglichen Zustand des Gewebes, der Muskeln. Ich genoss dieses Gefühl total.

Allerdings hatte ich noch nicht verstanden, für was dieser Schmodder stand, was da gerade meinen Körper verlassen hatte. Ich fragte also nach und als die Antwort kam, schüttelte mich heftiges Weinen. Dieser schwarze Schmodder steht für all die Härte, mit der ich mit mir so viele Jahre umgegangen bin. Er steht für allen Druck, den ich mir selbst gemacht habe, für jede Sorge, die ich zu haben glaubte, für jedes Müssen, das ich mir eingeredet hatte, für alles Festhalten an scheinbaren Sicherheiten. All dieser Druck und Stress, die innerliche Verkrampfung, das innerliche Anspannen, all die Härte, mit der ich mich selbst angepackt hatte, hatte sich im Laufe meines Lebens in meinem Körper im Gewebe abgesetzt. Das Gewebe wurde so hart, wie ich mit mir selbst umging, so hart, wie ich früher glaubte, dass das Leben ist, so hart, wie meine Gedanken damals waren. Mein Körper spiegelte meine innere Haltung. Meine Überzeugungen manifestierten sich im realen Leben und wurden bemerkbar, sichtbar, in mir. Die Überreste dieser Überzeugungen, der Schmodder, der so lange in mir war, konnten vorhin gehen.

Mir wurde noch einmal bewusst, dass es in diesem Leben nicht darum geht, irgendwo hinzukommen, irgendwelchen Zielen hinterherzuhecheln, sondern es geht darum, zu merken, dass wir schon da sind. Immer und in jedem Moment sind wir an genau der richtigen Stelle. Immer und in jedem Moment ist alles gut. Wir brauchen keine bestimmten äußeren Umstände, um glücklich und erfüllt zu sein. Wir können das immer sein. JETZT! Wenn wir das verstanden haben, sind wir nicht abhängig von bestimmten äußeren Umständen, Zuständen oder Begebenheiten. Wir können nicht nur glücklich sein, wenn dies oder das endlich so ist, wie wir wollen. Wir sind dann glücklich, wenn wir uns dazu entschließen, wenn wir merken, dass aller Ursprung für unsere Erfahrungen im Außen in unserem Inneren liegt. Wir sind Schöpfer. Und alles in unserem Umfeld zeigt uns lediglich, wie es in uns aussieht, was wir glauben, was wir fühlen, denken. Es gibt keinen Zustand zu verurteilen, denn er ist unsere Schöpfung. Verurteilen wir einen Zustand, verurteilen wir uns. Also ist wirklich immer alles gut. Ich erschaffe Zustände, erfahre sie, überprüfe, ob ich das so will und wenn nicht, kann ich es ändern, in dem ich meine Art zu denken ändere. Es gibt keinen Grund, hart zu sich selbst zu sein, sich wegen irgendetwas Stress zu machen, irgendetwas festhalten zu wollen. Ich habe es erschaffen, ich kann es also auch wieder ändern. Punkt.

Wir sind frei, unabhängig und selbstbestimmt. So können wir liebevoll mit uns und unseren Mitmenschen sein, verurteilen nichts mehr, brauchen nichts mehr von anderen, sind im Fluss und im Vertrauen, sind weich zu uns selbst. Unseren Körper wird es freuen...

Diese Weichheit wurde mir heute gegeben, weil ich in den vergangenen Jahren der Selbstfindung und -heilung verstanden habe, wie das Leben wirklich funktionert, wie liebevoll es eigentlich angelegt ist. Weil ich verstanden habe, dass ich meinen agilen, gesunden Körper nicht mehr dafür gebrauchen möchte, um irgendwo hinzukommen, um mich anzustrengen, selbst zu kasteien, um bestimmte Dinge zu erreichen, mir Sorgen zu machen, irgendetwas festzuhalten, sondern um das Dasein zu genießen, das Verweilen, das im Moment sein, das Erschaffen. Weil ich mit den Jahren geistig weich geworden bin, meine Gedanken weich und liebevoll geworden sind, weil ich wieder gelernt habe, dem Leben zu vertrauen, konnten sich alle alten Verhärtung lösen und dieser ganze "Dreck" konnte heute gehen, meinen Körper verlassen.

Ich bin unendlich erleichert, genieße diesen Zustand, diese Klarheit, das Körpergefühl, dieses nochmalige Loslassen, die Reinigung. Ich bin dankbar, dass mir mein Körper wieder zu so schönen, heilsamen, wunderbaren Einsichten verholfen hat.

Ob mein Knie nun noch schmerzen wird oder nicht, werde ich sehen. Ob ich diesbezüglich alles geheilt und verstanden habe, wird sich zeigen. Keine Einsicht, kein Geschenk möchte ich missen. Jeder einzelne Schmerz war für etwas gut, ob es nun im Knie war oder wo anders im Körper. Alles hat eine positive Absicht. Wir müssen nur hinschauen. Früher oder später wird mein Knie wieder in seinem ursprünglichen, natürlichen Zustand sein. Weil ich mich dazu entschieden habe, kann es gar nicht anders sein.

Und bis dahin? Ist immer alles gut, in jedem Moment!

Herzensgrüße von mir
Anja


Wir müssen nirgends hin, wir sind schon da!
Foto: Anja Reiche


Mittwoch, 11. November 2015

Der November - im Zeichen des Drachens

Der November ist für viele ein sehr dunkler Monat, drückend und eine Zeit des Rückzugs, der Innenschau. Es mögen im Moment wieder verstärkt alte Themen hochkommen, sich alte Wunden zeigen. Vielleicht ist auch gerade das Mangelgefühl sehr präsent. Wie die Bäume das Laub verlieren, so kann es sein, dass einige auch erfahren, dass etwas fehlt, dass etwas abhanden kommt oder gekommen ist, oder etwas Langersehntes sich einfach nicht zeigen mag. Loslassen, etwas Altes sterben lassen könnte gerade Thema sein. (Wichtige Erkenntnisse von mir zum Mangelgefühl findet ihr hier "Auf Geben programmiert")

Bei mir präsentiert sich der November ganz anders. Ich spüre ihn kraftvoll, lichtig und voller Schöpferkraft. Ich spüre generell sehr aufmerksam in die jeweilige Zeitqualität hinein, in die Energie, die gerade vorherrschend ist, die sich im Jahreszyklus gerade zeigt. Besonders aufmerksam bin ich aber, wenn ein neuer Monat beginnt und forsche gespannt, welche Energien dieser Monat mit sich bringen mag.

Diese Kraft, die der November für mich hat, hat mich doch überrascht. Denn eigentlich kenne ich diesen Monat durchaus auch als Rückzugszeit, als Phase der Heilung. Dieses Jahr ist es ganz anders. Vielleicht auch deshalb, weil ich mir schon so vieles angeschaut und geheilt habe. Ich bin voller Tatendrang und neuer Ideen, ich fühle mich so reich und erfüllt, so beschenkt und vollkommen. Draußen mag es noch so grau sein, in mir leuchtet alles. Da ist eine Energie, die in mir pulsiert, eine Schöpferkraft, die ich so extrem noch nicht erlebt habe. Ich erlebe mich immer mehr als Schöpfer, bin mir dessen immer bewusster, kann sie fast schon greifen diese Schöpferkraft, meine eigene Macht und Größe. Es ist, als ob ich nur mit dem Finger schnippen bräuchte und die Dinge, die mir gerade am Herzen liegen, kommen in mein Leben. Tatsächlich merke ich, dass sich meine Entscheidungen immer schneller manifestieren. Ich entscheide mich, zu einem Thema eine Lösung zu finden und nur ein paar Stunden später liegt alles glasklar vor mir. Ich denke, dass ich dieses oder jenes gerne haben würde und schwupps schenkt es mir jemand oder in dem Laden, in dem ich gerade bin, ist es im Angebot. Das Leben entfaltet sich für mich im Moment als Schlaraffenland!!! Ich bin zutiefst beeindruckt und dankbar, verzaubert und bewegt. Ich genieße und staune und sonne mich in diesen Wundern, die ich vollbringen kann, in meiner Kraft, in meiner Macht, bin voller Vorfreude auf alles, was sich noch zeigen mag, voller Vorfreude auf Weihnachten, bin wie ein kleines Kind. Eines, das sich auf die Geschenke des Lebens freut, aber gleichermaßen oder vielleicht noch mehr freue ich mich darauf, selbst zu schenken. Ich könnte bersten vor Vorfreude auf all die tollen Überraschungen, die ich für andere habe.

Ich habe in letzter Zeit viele wichtige und große Entscheidungen für mich getroffen. Entscheidungen, die sich jetzt manifestieren dürfen und die ich auch getrost loslassen kann. Ich weiß, dass sie auf ihre Weise und in ihrem Tempo in mein Leben kommen werden. Dazu muss ich nichts mehr tun, als im richtigen Moment meinen Impulsen zu folgen. Ich habe mich entschieden, den Rest regelt das Leben! Ich bin voller Vertrauen, weiß um meine Macht, weiß um das Wunder des Erschaffens.

Das alles kam ganz extrem, als das Krafttier Drache vor ein paar Tagen in mein Leben kam. Wie so oft wusste ich vor der Meditation, in der es zu mir kam, nicht, dass es dieses Krafttier überhaupt gibt.

Mein Mangelgefühl (die kleine Fledermaus) und das Durchhaltevermögen (das Kamel) hatten noch ein Geschenk für mich. (Wie die beiden in mein Leben kamen findet ihr hier: "Zum Durchhalten aufgerufen") Ich spürte, dass etwas fließen wollte und setzte mich bereitwillig zu einer Meditation hin.

Sofort erschienen mir die Fledermaus und das Kamel. Sie standen vor mir und ich begrüßte sie herzlich. Als sie so dastanden, fiel mir ein, dass mich die Fledermaus des Mangels noch gar nicht wirklich an die Fülle übergeben hatte. Das letzte mal, als ich ihr begegnet bin, hatte sie mich an das Kamel übergeben, mit der Aufforderung zum Durchhalten.

Bisher hatte mich jedes "negative" Gefühl irgendwann an sein "positives" Gegenteil übergeben. Immer dann, wenn ich es aufrichtig angenommen hatte und wir wirklich Freundschaft geschlossen hatten. Immer dann, wenn die Zeit dafür reif war. Die Katze der Wut übergab mich an den Löwen der Kraft. Der Schimpanse der Ohnmacht übergab mich an den Gorilla der Macht. Die Schlange der Angst übergab mich an den Adler des Vertrauens. Und so weiter... Nur die Fledermaus des Mangels hatte mich noch nicht an die Fülle oder etwas Vergleichbares übergeben.

Kaum hatte ich den Gedanken zu Ende gedacht, kam von oben ein riesen Etwas auf uns nieder und warf seinen großen Schatten auf die Fledermaus und das Kamel. Sie wirkten ob des Schattens winzig. Ich schaute verwundert zu und versuchte zu erkennen, was da vom Himmel kam. Ich machte Flügel aus und plötzlich sah ich ihn, diesen wunderbaren Drachen - meinen Drachen. Sofort spürte ich eine tiefe Liebe. Es war ein Gefühl, als ob ich einen uralten Freund nach Jahren endlich wiedersah. Ich wusste sofort, dass wir uns ewig kannten, dass wir zusammengehörten, dass wir ein Team sind. Mir stiegen Tränen in die Augen und ich weinte vor Freude, weil dieser Drache endlich wieder hier war oder vielmehr, weil ich ihn endlich wieder wahrnahm. Wie selbstverständlich stieg ich auf seinen Rücken, als hätte ich nie etwas anderes getan. Er erhob sich sofort in die Lüfte und wir verstanden uns blind. Wir waren wirklich eine Einheit. Was ich dachte, kam sofort bei ihm an. Wir flogen tief über das Land, über Felder und Wiesen, Wälder und Berge, über Seen, Flüsse und Ozeane, und überall spürte und sah ich die Fülle und Schönheit der Erde, den Reichtum, das Paradies, das doch in allem zu sehen ist. Ich war bezaubert. Die Kraft dieses Tieres, wenn es Feuer spuckt, die Anmut, wenn es fliegt, die Magie, die von ihm ausgeht, wurden zu einem Teil von mir. Seine Flügel waren meine, sein Feuer war meines, seine Energie war meine. In meinem ganzen Leben habe ich mich noch nie so kraftvoll gefühlt, wie in dieser Meditation und der ganzen Zeit danach.

Ich habe noch immer diese Verbindung zu diesem meinem Drachen. Er ist da, ein Teil von mir. Ich weiß, dass er bleibt, ab sofort für immer. Er wird nicht wieder gehen. Ein Gedanke an ihn reicht, um all diese Kraft zu spüren, wie sie durch mich hindurchpulst und fließt. Er hält für mich zu jeder Sekunde die Schöpferkraft bereit, erinnert mich, wer ich wirklich bin, zeigt mir meine wahre Größe, meine Macht. Noch nie in meinem Leben, war ich mir dessen so bewusst, dass ich Schöpfer bin, noch nie habe ich es so gefühlt. Ich bin erfüllt und dankbar und unglaublich stolz, dass ich den Weg dahin gefunden habe!!!

Ich würde nicht sagen wollen, dass der Drache einfach für die Fülle steht. Er steht für mich für viel mehr. Für mich steht er für die Schöpferkraft, mit der ich mir die Fülle erschaffen kann, für Magie, für meine Macht und meine Größe. Ein größeres Geschenk hätte mir das Mangelgefühl nicht machen können. Gut, dass wir Freundschaft geschlossen haben. ;)

Herzensgrüße von mir
Anja


PS: Nach der Erscheinung des Drachen habe ich natürlich im Internet geschaut, ob es sich um ein Krafttier handelt und wenn ja, für was es steht. Was ich da entdeckt habe, könnte passender nicht sein! Aber lest selbst und lasst euch vom Drachen verzaubern... Hier Auszüge von dem, was mich am meisten angesprochen hat mit der jeweiligen Quelle:

"[...] Wenn Sie gelernt haben, den Drachen zu reiten, dann haben Sie im Drachen einen mächtigen Begleiter und ein energiegeladenes Krafttier gefunden, das Ihnen beim Erschaffen einer Realität hilft, in der Ihre Wünsche – auch im größten Chaos – endlich wahr werden können. [...]"
http://www.schamanische-krafttiere.de/krafttier-drache.html


"[...]Die starke Medizin des Drachen ist besonders zu schätzen, wenn Du
  • Deine Vergangenheit bewältigen willst und Stück für Stück Deine Seele erforschen möchtest.
  • Dir und anderen einmal zeigen möchtest, was wirklich in Dir steckt und Deine Talente zum Nutzen aller entfalten willst.
  • Magie und Spiritualität (wieder-)entdecken möchtest.
  • Deine Energie und Kraft gezielt einsetzen möchtest, und sie nicht bei unüberlegten Aktionen verschleudern willst.

[...] Beim Erddrachen geht es um Kraft und um Reichtümer. Der Erddrache will Dich an Dein Potential erinnern. Du hast mit Deinen vielfältigen Fähigkeiten einen großen Schatz in Dir. Es ist an der Zeit, ihn nicht einfach nur still zu hüten, sondern Dir zu Nutze zu machen, um ihn zu vergrößern. Entfalte Deine Talente. Entdecke die Kraft Deines Verstandes und die Schönheit Deines Herzens und zeige sie der Welt. [...]"
http://www.orakel.org/krafttier-drache/


"Der Drache – Neue dynamische Kraft
Wilde natürliche Kräfte brechen sich Bahn und führen in die Freiheit und die Veränderung. Anfängliche Verwirrung könnte sich einstellen. Sie wissen nicht wohin mit Ihrer Kraft und Ihrem Seelenfeuer. Die Möglichkeiten sind zum Greifen nahe und das Zögern, sich dem Feuer hinzugeben, lässt nach. Es dauert nicht mehr lange und Sie können Ihre brennenden Wünsche Wirklichkeit werden lassen. 
Folgende spirituelle Hinweise sind als Botschaften zu verstehen, denen Sie jetzt gerade Beachtung schenken sollten und die von Ihnen auf Ihre individuelle Lebenssituation übertragen und interpretiert werden möchten. Entspannen Sie Ihren Körper und Ihren Geist und spüren Sie in sich nach, welche Gedanken, Ideen und Erkenntnisse sich dazu in Ihrem Bewusstsein einfinden werden:
  • Den eigenen Wünschen gerecht werden
  • Noch eine kurze Weile und der Sprung wird möglich
  • Dynamische Kräfte stehen dem Ziel zur Verfügung
  • Ein Neuanfang wird fällig
  • Eigene Stärken weisen den Weg
  • Verstand und Herz zusammenführen
  • Die Magie des Lebens will wiederentdeckt werden
  • Ihre Schöpferkraft hat unglaubliches Potenzial
  • Wachstum auf spiritueller Ebene
  • Kreative Ideen werden erfolgreich sein"
http://www.spirituell-auf-deine-weise.de/blog/die-geistige-welt-krafttier-bedeutung-drache/viele-wege-fuehren-in-die-geistige-welt-finden-und-gehen-sie-ihren-der-drache.html 
(Nachtrag vom 17.03.2017: Diese Seite scheint es nicht mehr zu geben.)

Foto: Anja Reiche

Montag, 9. November 2015

freie Menstruation

Bis vor einem Monat war mir der Begriff noch nicht bekannt. Ich hatte keine Ahnung, dass es so etwas überhaupt gibt.

Umso dankbarer bin ich, dass mich das Interview mit Caroline Oblasser gefunden hat. Sie ist die  Autorin des Buches "Regelschmerz ade! Die freie Menstruation".

Nun müsst ihr wissen, dass ich zu den Frauen gehöre, die echt heftigste Regelschmerzen hatten. Manchmal konnte ich tagelang nur liegen, war total fertig und die herkömmlichen Schmerzmittel brachten nur eine geringe Linderung. Ich wusste teilweise nicht wohin mit mir, wurde vor Schmerz sogar schon ohnmächtig, hatte Schweißausbrüche, Krämpfe bis zum Abwinken, Rückenschmerzen, Hüftschmerzen. Der Schmerz zog sogar bis in die Oberschenkel.

Dieser Symptomatik bin ich natürlich auch auf geistiger Ebene begegnet und habe mich eingehend mit dem Thema Regelschmerz und Weiblichkeit befasst. Ein sehr breites und vielschichtiges Thema, wie ich finde. Was ich alles entdecken durfte und was die Annahme von Weiblichkeit für mich mit Regelschmerz zu tun hatte, findet ihr in meinem Artikel "Weiblichkeit l(i)eben".

Das alles brachte mich in Sachen Regelschmerz schon einen riesen Schritt weiter. Er wurde milder, erträglicher, war aber noch da. Und dann lief mir dieses Interview über den Weg, just zwei Tage bevor die nächste Regel anstand. Ich verschlang es regelrecht und kaufte mir sofort das E-Book von Caroline Oblasser. Auch das hatte ich an einem Tag durchgelesen und danach plötzlich eine ganz andere Sicht auf die Menstruation.

Die größte Erkenntnis der freien Menstruation war für mich, dass ich das Regelblut gezielt abfließen lassen kann. Der Hinweis, dass das Blut nicht einfach willkürlich abfließt, sondern Gebärmutter und Gebärmutterhals eher wie ein Stausee sind, den ich gezielt entleeren kann, war für mich bahnbrechend. Auch dass Regelschmerz vorwiegend dadurch entsteht, weil sich in der Gebärmutter eine große Menge Blut angesammelt hat, die nicht abgelassen wurde und die Gebärmutter nun mit meist schmerzhaften Muskelbewegungen ähnlich der Wehe versucht, dieses Blut abzusondern, war ein ganz neuer Blickwinkel. Der Stausee läuft nur unkontrolliert und meist mit Schmerz über, wenn ich ihn nicht entleere.

Wieso um alles in der Welt sagt einem das keiner? Wann und wo ist dieses Wissen der Frauen abhanden gekommen?

Nun bin ich dem ganzen nicht mehr einfach ausgeliefert. Sondern ich kann meinen Körper ganz bewusst während der Regelblutung unterstützen und ihm helfen, dass es leichter geht. Natürlich habe ich das bei der nächsten Regel sofort ausprobiert. Sah ich den "Tagen" sonst immer eher skeptisch entgegen, weil ich nie wusste, wie heftig sie diesmal werden würden, freute ich mich schon fast auf das Einsetzen der Blutung. Auch eine neue Erfahrung. ;)

Und was soll ich sagen? Ich praktiziere gerade nun schon zum zweiten Mal die freie Menstruation und bin begeistert. Es tut so gut, den Unterleib in regelmäßigen Abständen immer wieder zu entspannen, den Gebärmutterhals zu öffnen und das Blut abfließen zu lassen. An den ersten Tagen der Regel mache ich das spätestens jede Stunde oder dann, wenn es anfängt zu ziehen und zu schmerzen. Ich setze mich auf die Toilette, gehe mit meiner Aufmerksamkeit in den Unterleib und entspanne mich. Fast sofort bildet sich ein rotes Rinnsal und das Ziehen hört auf. Ich habe eine ganz neue, eine viel engere Beziehung zu meinem Zyklus und zu meiner Gebärmutter bekommen. Wir haben ein ganz anderes Verhältnis. Wir arbeiten plötzlich zusammen. Das ist wirklich toll. Und die Regelschmerzen sind tatsächlich fast ganz verschwunden. Ich bin nicht mehr so erschöpft, der Rücken tut nicht mehr weh. Ich bin während der Regel ein ganz neuer Mensch.

Ich trage keinen Tampon und kann mich dennoch frei bewegen, ohne einfach "überzulaufen". Anfangs war ich etwas skeptisch, weil ich dem Braten nicht getraut habe. Aber gestern war ich tatsächlich mit Regel und ohne Tampon spazieren und es ist nichts ausgelaufen. Es ergab sich, dass ich in regelmäßigen Abständen eine Toilette aufsuchen konnte und so funktionierte das wirklich einwandfrei. Natürlich hatte ich sicherheitshalber eine Binde eingelegt (dieses Tragegefühl mag ich so gar nicht!), aber bis auf ein paar dünne rote Spuren, die ich wahrscheinlich auf der Toilette nicht richtig entfernt hatte, war da nichts zu sehen. Und auch dieses unangenehme Gefühl, wenn beim Gehen ein warmer Schwall Blut den Körper verlässt, blieb aus. Ich hatte es ja immer wieder ablaufen lassen. Wahnsinn wie gut das funktioniert und eigentlich nicht verwunderlich, dass der Körper hier so clever gestrickt ist.

Das größte Geschenk ist aber wirklich, dass diese heftigen Krämpfe nicht mehr da sind. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass der Grund dafür so einfach zu beseitigen ist.

Diese Art der Menstruation, der Blickwinkel darauf, die Zusammenarbeit zwischen mir und meinem Körper ist wirklich eine neue Art von Freiheit für mich. Es heißt nicht umsonst "freie Menstruation"! Wieder ein Thema, bei dem ich zurück in meine Macht gekommen bin. Das fühlt sich richtig gut an!!!

Und deswegen teile ich dieses Wissen und meine Erfahrungen auch jetzt mit euch. Es soll so viele Frauen wie möglich erreichen. Dieses Urwissen muss wieder in die Welt!!!

Die Regel ist für mich immer noch ein Ritual der Reinigung und des Rückzuges. Ich werde mir diese Tage nach wie vor frei halten, so gut es nur geht. Aber nun nicht mehr weil ich muss, sondern weil ich will! Da wollte ich hin! Freiheit eben... ;)


Herzensgrüße von mir
Anja


Foto und Bild: Anja Reiche




Sonntag, 1. November 2015

Sieben Jahre WIR

Sieben Jahre...

Wir sind nicht mehr die gleichen wie damals. Und das ist auch gut so.
Wir haben uns entwickelt, hin zu uns selbst.
Wir wachsen gemeinsam, an uns. Das größte Erlebnis, das größte Geschenk einer Beziehung.
Wir sind ein Team und dennoch zwei individuelle Persönlichkeiten, die alles leben können, was gerade Ausdruck braucht.
Wir lieben, leben, genießen, stoßen uns ab, ziehen uns an, reiben uns aneinander, suchen die Nähe und den Abstand, halten uns den Spiegel vor, zeigen uns unsere Themen, halten gnadenlos das Licht in die finstersten Winkel der Seele des anderen, reichen uns gegenseitig immer wieder die Hand für die nächste Entwicklungsstufe, näher zum Licht.
Wir triggern und heilen, machen Wunden sichtbar und versorgen sie mit Liebe.
Wir brauchen nichts.
Wir haben alles, ein jeder in sich. Zwei Wesen, ein jedes für sich komplett.
Wir vervollständigen uns nicht. Ein jeder ist vollständig. Keine Ansprüche, keine Zwänge, keine Forderungen. Nur Freiheit, Liebe, Grenzenlosigkeit, Loslassen und wieder zurückkommen, Wurzeln und Flügel.
Wir sind dennoch verbunden, ganz tief in unseren Herzen, mussten uns in diesem Leben finden, hatten eine Verabredung, haben sie noch.
Wir wollen noch mehr wachsen.
Wir haben uns dazu entschlossen, weit vor dieser Zeit, weit vor diesem Treffen in diesem Leben.
Wir sind eins an der Wurzel, aus der gleichen Substanz und doch im Wesen so unterschiedlich. Ein Yin und ein Yang.
Wir helfen uns, zurück zu uns, aus tiefer Liebe.
Könnte es ein schöneres WIR geben?

Ich danke dir!!! ♥♥♥


Foto: Anja Reiche

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Was mir hilft loszulassen oder Wege in die Freiheit

Ihr Lieben,

dieser Artikel ist irgendwie schon lange überfällig. Ich hatte ihn bereits in meinem Artikel "Loslassen will gelernt sein" angekündigt und ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt.

War es im Juni noch so, dass mir loslassen in mancher Hinsicht noch eher schwer gefallen ist, kann ich heute sagen, dass ich in neuer Freiheit lebe. Egal, um welche Themen es sich dreht, ich bin ganz im Vertrauen, dass alles so kommt, wie es am besten für mich ist. Ich bin nicht mehr darauf angewiesen, dass mein Umfeld bestimmte Reaktionen oder Verhaltensweisen zeigt, brauche keine Anerkennung mehr von anderen, keine Liebe, denn ich liebe mich selbst bedingungslos. Ich habe mich aus allen scheinbaren Abhängigkeiten befreit (zumindest aus all jenen, die mir bis dahin bewusst waren) und fühle mich so reich, versorgt und frei wie noch nie. All das Müssen ist einem Können gewichen.

Wie ihr wisst, hat mich das Thema Geld auch sehr lange beschäftigt. Eins der größten Mysterien für mich. Aus meiner Sicht war Geld der größte und mächtigste Dämon, von dem ich mich gelöst habe. Was für eine Wohltat, auch hier endlich dem Leben zu vertrauen und eine neue Freiheit zu genießen. Loslassen ist mir in der Hinsicht am allerschwersten gefallen.

Nun habe ich mir immer wieder Gedanken gemacht, wie ich das alles angegangen bin und was mir geholfen hat, loszulassen. Ich möchte versuchen, das ein wenig zusammenzufassen.


1. Herausfinden, wo das Urvertrauen verloren ging
Ich denke, loslassen kann ich nur, wenn ich Vertrauen habe, dass mir nichts Schlimmes geschieht. Die meisten von uns haben dieses Urvertrauen in das Leben verloren und zwar schon ganz früh. Häufig geschieht es schon im Mutterleib, wenn das Baby all die Sorgen und Ängste der Mutter und des näheren Umfeldes wahrnimmt. Ungeborene haben schon ein volles Bewusstsein und sind sensibler als viele meinen. Das Baby ist aufs Engste mit der Mutter verbunden. Hat die Mutter Angst, bekommt das das Baby eins zu eins mit. Ich möchte behaupten, dass die wenigsten eine Mutter haben, die voller Vertrauen in das Leben war/ist. Die meisten von uns sind also schon mit einer ordentlichen Portion Angst, Skepsis, Misstrauen und Sorge auf die Welt gekommen, haben bei der Geburt schon viele hinderliche Überzeugungen der Mutter/der Eltern gespeichert.

-Das Leben ist hart.
-Dir wird nichts geschenkt.
-Im Leben muss man aufpassen.
-Traue niemandem.
-Man muss sich immerzu anstrengen.
-Ohne Fleiß kein Preis.
-Um Geld muss man sich ständig sorgen.
-Geld ist nie genug da.
-Man muss sich zusammenreißen und durchhalten.
etc.

Bei mir kam noch dazu, dass ich ganz früh im Mutterleib meinen Zwilling verloren habe. Das wurde mir Anfang des Jahres so richtig bewusst. Da war immer diese Ohnmacht, wenn z. B. mein Partner eine Entscheidung traf, die auch Auswirkungen auf mich hatte, ohne vorher mit mir zu sprechen. Dieser Ohnmacht bin ich auf den Grund gegangen und fand die Ursache in diesem Ereignis. Ich habe all den Schmerz von damals noch einmal durchlebt, dieses enorme Verlustgefühl, als ein mir so vertrautes Wesen, dessen Herzschlag ich immer spüren konnte, von jetzt auf gleich verschwunden war. Ein Wesen, das mir so nahe war, das bis dahin immer da war, war plötzlich weg und ich war allein, konnte nichts dagegen tun. Da hatte jemand eine Entscheidung getroffen, ohne das vorher mit mir abzusprechen. Auch das war ein Grund, weshalb mir das Urvertrauen abhanden kam.
Ende der Schwangerschaft, hat dann meine Mama ausversehen in die Steckdose gefasst und einen Stromschlag bekommen. Ich dann somit auch. Auch hier habe ich gelernt, dass man dem Leben nicht vertrauen kann und ich immer in Gefahr bin, dass jederzeit etwas Schlimmes passieren kann.

Später in meiner Kindheit hatten meine Eltern dann selten Zeit für mich und ich war mit vielem allein auf mich gestellt. Ich habe nicht erlebt, dass das Leben für mich sorgt. Vielmehr habe ich gelernt, dass ich selbst schauen muss, wie ich klarkomme und dass ich alleine dastehe. Und weitere hinderliche Glaubenssätze kamen hinzu:

-Du tust nicht genug.
-Du tust nicht das Richtige.
-Ich bin es nicht wert, dass man Zeit mit mir verbringt.
-Die Bedürfnisse der anderen sind wichtiger.
-Ich muss mich immer hinten anstellen.
-Ich darf mich nicht zu wichtig nehmen.
-Man kann nie alles haben, was man möchte.
-Schöne Momente und Genuss muss ich mir stehlen.
-Alles Schöne wird direkt bestraft.
-Alles Schöne hat immer eine Ende.
-Es gibt immer eine Macht, die über mir steht.
-Ich muss mich unterordnen.
-Ich bin dem Leben hilflos ausgeliefert.

Das alles hat mich geprägt und mein Urvertrauen bis in die Wurzeln erschüttert, denn von Freiheit und versorgt sein, von Fülle, Freude und Leichtigkeit war weit und breit nichts zu sehen. Alles, was wir vorgeburtlich und in Kindertagen erleben, prägt unsere Form der Realität. Das, was wir in der Zeit erfahren, ist für uns das Leben, das sehen wir als Wahrheit an. Und das erschafft fortan unsere weitere Realität.

Ich könnte mir vorstellen, dass viele früher ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und eine Fülle von hinderlichen Überzeugungen mitbekommen haben. Wenn man davon mal ausgeht, dann dürfte es klar sein, warum loslassen so schwer ist. Wer überlässt sich denn gerne einem Leben, das aus seiner Sicht so gefährlich und dunkel ist? Wer springt denn schon freiwillig und gerne mit Schwung ins Verderben? Loslassen geht nicht, wenn tausend Glaubenssätze dagegenwirken.


2. Hinderliche Überzeugungen wandeln
Wir haben diese Glaubenssätze über Jahre, oft Jahrzehnte, mit uns herumgetragen. Die Datenautobahnen im Hirn sind richtig gut ausgebaut, geteert, vierspurig und werden jeden Tag benutzt. Diese Überzeugungen von damals sind es, die heute unser Leben gestalten und Erlebnisse produzieren, die uns in den Überzeugungen bestätigen.

Wenn ich glaube, dass das Leben gefährlich ist und ich keinem trauen kann, dann wird mir das das Leben immer wieder beweisen. Unsere Gedanken erschaffen nun einmal unsere Erfahrungen und nicht umgekehrt. Ich werde mit dieser hinderlichen Überzeugung nicht plötzlich etwas Schönes erleben, das mir beweist, dass das Leben anders ist und ich neu denken darf. Nein! Ich darf erst neu denken und dann kommt das Schöne.

Ich darf also eine neue Wahl treffen. Ich darf mich entscheiden, wie sich das Leben in Zukunft zeigen soll.

Aus "Ich muss mich unterordnen" könnte ein "Ich stehe ich meinem Leben an erster Stelle" werden.
Aus "Man kann nie alles haben, was man möchte" könnte werden "Ich darf vom Leben das Allerbeste erwarten". Aus "Ich bin dem Leben hilflos ausgeliefert" könnte werden "Ich bin der Schöpfer meines Lebens und habe die volle Macht".

Fühle mal die Unterschiede von den jeweiligen Sätzen. Welcher Satz gibt dir Kraft? Welcher Satz raubt sie dir? Welcher Satz fühlt sich frei, hell und leicht an? Welcher eng, dunkel, voller Druck? Spürst du den Unterschied? Dein Körper und deine Gefühle sagen dir ganz genau, was für dich wahr ist, was deine Seele leben will, nach was sie strebt.

Finde einen neuen Satz, der tief aus dem Herzen kommt und bei dem dein Herz vor Freude jubiliert. Finde einen Satz, der dir so viel Kraft gibt, bei dem vielleicht die Tränen der Erleichterung aufsteigen. Finde einen Satz, der dich tief berührt, der sich frei und weit und leicht anfühlt.

Immer, wenn der alte Satz anfangen will zu wirken, mache es dir bewusst. Beobachte dich und schaue genau, in welchen Situationen diese alten, hinderlichen Überzeugungen greifen. Und dann trete einen Schritt zur Seite, nimm dich raus, sage STOP! und denke an den neuen Satz. Vielleicht magst du ihn dir auch aufschreiben. Ich habe jede neue Entscheidung, jeden neuen Glaubenssatz, den ich leben wollte, aufgeschrieben. Entweder auf einen Block oder auch in den Spiegel im Bad.

Du darfst nicht vergessen, dass du mit jedem neuen Satz einen neuen Weg in den Dschungel deiner Nervenverbindungen trampelst. Was vorher die vierspurige Autobahn war, ist nun ein einfacher Trampelpfad, der schnell wieder zuwuchert, wenn er nicht oft benutzt wird. Sei dir bewusst, dass das ganze ein Prozess ist und nicht von heute auf morgen der Schalter umgelegt wird. Sei also geduldig mit dir und mit dem Leben. Nach und nach wird eine Veränderung bemerkbar sein.

Hinderliche Überzeugungen sind ein riesen Hemmschuh, wenn es um Loslassen und Freiheit geht. Finde alle, die dich an einem schönen, leichten, freien, erfüllten Leben hindern und wandle sie um.

"Wir sind nicht geboren, um zu kämpfen. Wir sind nicht geboren, um ein Leben zu führen, das nur ab und zu ein paar Glücksmomente für uns bereithält. Wir sind nicht dazu geboren, uns fünf Tage die Woche mit unserer Arbeit zu quälen, um uns mit ein paar flüchtigen Augenblicken der Freude am Wochenende zufriedenzugeben. Wir sind nicht geboren, um auf Sparflamme zu leben und uns am Ende des Tages erschöpft zu fühlen. Wir sind nicht geboren, um uns Sorgen zu machen oder Angst zu haben. Wir sind nicht geboren, um zu leiden. Wir sind nicht geboren, um mit irgendetwas irgendwie unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir sind nicht geboren, um andere zufriedenzustellen, deren Erwartungen zu erfüllen oder uns möglichst gut anzupassen.

Worauf kommt es denn dann wirklich an in unserem Leben?

Wir sind dazu bestimmt, das Leben in seiner Fülle auszuschöpfen und alles zu haben, nach was sich unser Herz sehnt, nach dem wir aus tiefster Seele streben. Wir sind dazu bestimmt all unsere Fähigkeiten und Potentiale zu entdecken, auszuschöpfen und uns immer weiter zu entfalten, zu wachsen und uns jeden Tag neu zu entdecken. Wir sind hier, um ein Leben voller Freude, Erfüllung, Begeisterung, Gesundheit, Vitalität und Liebe zu leben. Wir sind hier, um Erfahrungen zu sammeln und um uns zu erinnern, wer wir wirklich sind!

Und von all dem, sind wir in jedem Moment nur einen Gedanken entfernt!!!" (frei nach „The Power“ von Rhonda Byrne)



Wenn ich glaube, dass das Leben gut ist und es gut mit mir meint, dann kann ich mich fallen lassen, dann kann ich loslassen!


3. Sich wieder tief in Mutter Erde und Vater Gott verankern
Was mir auch sehr geholfen hat, wieder zu meinem Urvertrauen zu finden, das eigentlich unser Geburtsrecht ist, war, mich gedanklich immer wieder mit Mutter Erde und Vater Gott zu verbinden. (Ich habe eine ganz eigene Definition von meinem Gott und die hat mit dem Gott, wie ihn die Kirche darstellt, nichts zu tun.)


Hierzu gibt es eine wunderbare Seelenbotschaft, die ich an anderer Stelle kürzlich schon mal geschrieben habe. Sie passt hier nochmal so gut rein und erklärt, was ich damit meine:


"Atme tief durch, lass dich fallen! Das Leben wird dich fangen und dir kann nichts geschehen, außer das größte Glück auf Erden. Vertraue, nicht deinen leiblichen Eltern, sondern dem Leben, dir, Mutter Erde, Vater Gott. Sie sind deine wahren Eltern und sie meinen es gut mit dir, sie wollen wirklich dein Bestes. Du hast einen Platz hier auf dieser Welt, eine Heimat, ein zu Hause, in dir! Schlage wieder Wurzeln, lasse sie gedanklich aus deinen Füßen tief in die Erde wachsen, spüre, wie viel Halt sie dir geben, wie sie dich versorgen, mit allem, was du brauchst. Fühle, wie sicher sie sind, wenn der Wind weht. Stelle dir vor, aus deinem Kopf wachsen Äste in den Himmel. Sie verbinden dich mit Gott, mit deinem höheren Selbst, mit all den Geistwesen und Engeln, die nur dafür da sind, dir zu helfen, dir deinen Weg zu weisen. Diese Wurzeln und diese Äste, sind deine wahre Verbindung zum Leben. Niemand kann dir diesen Halt, diese Verbindung, diese Heimat, diesen deinen Platz nehmen. Du bist hier erwünscht, du wirst hier gebraucht mit allem, was dich ausmacht, mit allen Wunden, mit allen Schwächen, mit allen Stärken. Du darfst hier alles sein, auch schwach. Du magst das noch nicht oft und von nicht sehr vielen gehört haben, aber du bist auch geliebt. Das Leben liebt dich, ich, deine Seele, liebe dich! Du bist hier her gekommen, um all diese negativen Erfahrungen zu machen und dich dann daraus zu befreien. Und du kannst das. Du hast dich für dieses Leben dazu entschieden. Es ist an der Zeit! Ich liebe dich und ich bin immer für dich da. Ich kenne den Weg. Vertraue mir, lass mich vorangehen und dir wird nichts geschehen. Ich führe dich in deine Größe!“


Zu wissen, dass meine Seele den Weg kennt, zu wissen, dass sie weiß, warum ich hier bin, dass sie mich führen wird, wenn ich sie nur lasse, dass ich dieser wundervollen Energie nur folgen muss, hat mir enorm geholfen, loszulassen. Ihr vertraue ich!


4. Sich der Angst stellen
Das Gegenteil von Vertrauen ist Angst. Ein Gefühl, das die wenigsten gerne fühlen wollen. Der Weg ins Vertrauen führte für mich durch die Angst hindurch und nicht außen herum. Ich habe mich dazu entschlossen, meiner Angst zu begegnen, sie fühlen zu wollen und mit ihr Freundschaft zu schließen. Ich bin ihr in vielen Meditationen immer wieder begegnet. Und alles, was sie wollte, war, dass sie endlich von mir anerkannt und angenommen wird. Sie wollte einfach nur geliebt werden. Deshalb kam sie so oft hoch, deshalb wurde sie immer eindringlicher. Sie wollte die Aufmerksamkeit und die Anerkennung, die ihr zustand. Die Angst ist ein Teil des Lebens. Sie ablehnen heißt, einen Teil des Lebens ablehnen und das ist unnatürlich. Wenn wir nur das Vertrauen fühlen wollen, ohne die Angst da haben zu wollen, die einfach nur die zweite Seite der gleichen Medaille ist, dann kann das nicht funktionieren und das Leben wird für Ausgleich sorgen. Die Angst wird sich so lange immer wieder bemerkbar machen, bis wir sie annehmen und fühlen wollen.

Das habe ich getan und bin ihr mutig begegnet. Immer und immer wieder. So lange, bis wir wirklich Freunde waren. In einer wunderbaren Meditation hat mich die Angst, die sich mir immer als Schlange zeigt, zum Adler des Vertrauens geführt und mich an ihn übergeben. Was war das ein ungewohntes Gefühl. Der Adler war mir suspekt und er sagte mir sofort, dass auch wir zwei wohl erst noch Freundschaft schließen müssen. Wer ist es denn schon gewöhnt, zu vertrauen? Ich war es nicht. Dem Adler des Vertrauens bin ich dann ebenfalls in vielen Meditationen immer wieder begegnet. Und das war nichts Großartiges. Ich bin einfach wieder und wieder in die Stille gegangen, habe den Adler des Vertrauens zu mir eingeladen und dann geschaut, was passiert. Es war wie im Kino. Ich habe einfach beobachtet, was sich auf der Leinwand zeigt. Immer wieder habe ich hingespürt, wie sich mein Verhältnis zum Vertrauen verändert und unsere Verbindung wurde immer fester, die Freundschaft immer tiefer.

Meine Angst war es, die mich zum Vertrauen geführt hat. Das solltet ihr nicht vergessen...


5. Das Wurzelchakra öffnen
Für mich war es eine Wohltat, mich mit den Chakren zu beschäftigen und diese in Meditationen wieder in ihren natürlichen Energiefluss zu bringen. Gerade das Wurzelchakra, in dem das Urvertrauen sitzt, war verschlossen und blockiert.

Ich bin immer wieder in Meditationen mit meiner Aufmerksamkeit in das Wurzelchakra gegangen und habe geschaut, was sich zeigt, was es blockiert, in welchem Zustand es gerade ist. Mit jedem Besuch wurde es weiter und kam wieder mehr in Fluss. In einer der letzten Meditationen, die ich mit dem Wurzelchakra gemacht habe, hat sich mein Adler des Vertrauens im Wurzelchakra niedergelassen. Ich spürte, wie er sich entlang der Wirbelsäule ausbreitete und aufrichtete. Dann breitete er seine Flügel aus und ich nahm wahr, dass seine Flügel gleichzeitig meine Flügel sind. Ohne Wurzeln keine Flügel. Ich habe also meine Wurzeln wiedergefunden und somit meine Flügel.
Nur wer vertraut, kann frei sein und abheben!

Mehr Informationen zu den Chakren findest du auf dieser wunderbaren Internetseite:
http://www.chakren.net/chakra/wurzelchakra/


6. Wir sind hier, um Erfahrungen zu machen - alles darf sein
Diese Einsicht hat mein Leben radikal verändert und war ein sehr großer Schritt in Richtung Freiheit und loslassen. Alles, was in unserem Leben passiert, wird von uns für gewöhnlich sehr schnell in gut und schlecht eingeteilt, in Schubladen sortiert. Ich habe mich von diesem gut und schlecht verabschiedet. Die Dinge sind einfach, sie sind im Kern neutral. Unsere Bewertung macht sie zu gut oder schlecht.

Als ich den Satz "Wir sind hier, um Erfahrungen zu machen" zum ersten Mal gelesen habe, hat mein Herz direkt Purzelbäume geschlagen und eine riesen Erleichterung durchströmte mich. Plötzlich ging es nicht mehr um bestimmte Ergebnisse, um bestimmte Ziele, sondern einfach nur noch um Erfahrungen und alles ist doch einfach nur eine Erfahrung. Ich habe einen Konflikt? Das ist weder gut noch schlecht. Es ist eine Möglichkeit, Erfahrungen zu machen. Wer bin ich im Verhältnis zu jemand anderem? Wer bin ich im Verhältnis zu einer bestimmten Meinung? Ein Plan geht schief? Eine wichtige Erfahrung. Ich habe etwas ausprobiert und nicht das gewünschte Ergebnis erzielt. Dann probiere ich eben etwas anderes und mache damit neue Erfahrungen. Mein Partner belügt mich? Wichtige Erfahrung! Jetzt kann ich schauen, wie ich dazu beigetragen habe, dass das geschieht. Ich mache vielleicht die Erfahrung von Enttäuschung. Ich verliere meinen Job? Wichtige Erfahrung! Irgendetwas in mir, eine Überzeugung, ein abgelehntes Gefühl, ein abgelehnter Persönlichkeitsanteil haben dazu beitragen, dass es so kam. Irgendwie habe ich es erschaffen. Jetzt kann ich herausfinden wie und es ändern.

Meine Güte! Welche Freiheit, wenn ich endlich aufhöre, die Dinge zu bewerten und einfach so nehme wie sie sind. Es passiert, was passiert. Die Ursache liegt in mir. Die Frage ist, was nun? Was macht es mit mir? Wie habe ich es erschaffen? Will ich es nochmal erschaffen? Will ich es überhaupt ändern, oder ist es mir eigentlich ganz recht?

Eine Erfahrung ist eine Erfahrung. Punkt! Die Seele lechzt nach Erfahrungen. Sie will sich in den unterschiedlichsten Situationen erleben, will das unterschiedlichste fühlen. Davon lebt sie, daran wächst sie. Wieso sollte ich ihr diese Erfahrungen verweigern? Diese Erfahrungen sind am Ende das, was wir mit aus diesem Leben nehmen. Das ist das, was bleibt. Unsere Seele besteht quasi aus Erfahrungen, aus Gefühlen, aus Seinszuständen.

Diese Erfahrungen sind es, die uns zeigen, was in uns wirkt. Diese Erfahrungen machen im Außen sichtbar, was wir tief in uns glauben. Diese Erfahrungen sind es, die uns auf verdrängte Gefühle aufmerksam machen. Diese Erfahrungen sind es, die uns zeigen, welchen Aspekt vom Leben wir noch nicht haben wollen. Wie könnten wir sie da verurteilen? Sie sind ein Teil von uns, unser Werk! Ein riesen Geschenk!

Wut, Ohnmacht, Angst, Scham, Schuld, Kleinheit, Wertlosigkeit, faul sein, schwach sein, unordentlich sein, all das darf sein. Es kettet sich nur an mich und nimmt mir die Freiheit, wenn ich es nicht da haben will, wenn ich mich dagegen wehre. Wer sagt, dass all das schlecht ist? Nicht sein darf? Das gehört alles zum Leben dazu!!!

Wenn ich es unterlasse, immer bestimmte Ergebnisse erzielen zu wollen und nur ganz bestimmte Ereignisse als richtig einstufe, wenn ich einfach nur die Erfahrung an sich machen möchte, wenn ich erkenne, dass Erfahrungen ein Produkt unserer Selbst sind und damit ganz viel sichtbar machen, dann ist das ein großer Schritt in Richtung loslassen und Leichtigkeit. Mir persönlich tat der sehr gut.


♥♥♥


So sah mein Weg in die Freiheit aus, so konnte ich nach und nach loslassen. Heute fühle ich mich im wahrsten Sinne des Wortes getragen, getragen vom Fluss des Lebens. Das alles war ein Prozess über mehrere Jahre und es gab immer wieder Phasen, da hatte ich die Schnauze ziemlich voll. Wenn zum hundersten Mal die Angst wieder anklopfte oder ich die zweihundertste hinderliche Überzeugung gefunden habe. Manchmal dachte ich, das alles würde nie enden. Und dennoch war da diese Sehnsucht in mir nach einem leichten Leben. Da war dieses tiefe Wissen, dass es anders gehen musste, als schwer. Daran habe ich festgehalten. Habe meinem tiefsten Gefühl vertraut und bin ihm gefolgt, bin meiner Seele gefolgt. Sie kennt den Weg tatsächlich.

Mir tut es unheimlich gut, meine Seele vorausgehen zu lassen. Sie weiß alles, was für mich für dieses Leben wichtig ist. Sie beschafft mir in jedem Moment die Erfahrungen, die für mich am wichtigsten sind, die ich brauche, um zurück zu mir zu finden. Ich habe sie zum Anführer erklärt und lass mich von ihr zur immer nächsthöheren Version meiner selbst leiten.

Das ist für mich Freiheit! Einfach ich sein können und meinen wahren Kern zum Ausdruck bringen. Das Leben sich entwickeln lassen, das fließen lassen können, was gerade fließen möchte, das anschauen, was sich mir gerade zeigt. Voller Vertrauen, dass alles genau richtig für mich ist, in jedem Moment!

Herzensgrüße von mir
Anja

Ohne Wurzeln, keine Flügel
Foto: Anja Reiche