Mittwoch, 23. September 2015

Die Transformation hält an...

Es ist einfach unfassbar, was dieser Tage passiert. Vor allem in mir. Die Emotionen fahren nach wie vor Achterbahn. Im einen Moment bin ich voller Energie und Tatendrang, im nächsten Moment möchte ich nur noch schlafen und bin total erschöpft. Ich weine oft plötzlich, weil ich von unsagbarer Dankbarkeit erfasst bin, weil ich fühle, dass eine dunkle, schwere Zeit zu Ende geht, weil ich merke, dass ich "es" geschafft habe. Geschafft, in die Freiheit zu gehen, in die Bewusstheit, alle alten Wunden entdeckt und geheilt zu haben. Dann muss ich wieder weinen, weil ich so ergriffen davon bin, diese Heilung zu erfahren. Ich spüre, dass Energien an mir arbeiten. Mögen es Engel sein oder andere Wesen. Sie arbeiten in meinem Energiefeld, heilen, heben die Schwingung an, ziehen alles Alte, Dunkle, Schwere noch heraus, die letzten Reste, sie verbrennen in einer wunderbaren Energiekugel und ich kann es spüren, kann zusehen. Mein drittes Auge wurde nochmal extrem weiter geöffnet, Energieströme jagen durch meine Chakren. Ein Schauer nach dem anderen lässt meinen Körper beben, manchmal bekomme ich kaum Luft so heftig und hochschwingend ist diese Energie und das, was mir da zufließt, das, was da gerade mit mir passiert. Es fühlt sich an wie eine Umprogrammierung, wie neue Synapsen die entstehen, verknüpft werden, Energieanhebung in großem Maße, wie eine Vorbereitung auf etwas Großartiges und Wunderbares. Es fühlt sich an, wie eine einzige, andauernde Explosion. Die Träume sind ähnlich heilend und von großer Veränderung geprägt. Ich kann mich morgens zwar kaum an das erinnern, was ich geträumt habe, aber ich erwache mit einem Gefühl, dass wieder etwas Bedeutendes passiert ist, etwas Wichtiges. Und jetzt könnte ich schon wieder weinen, weil das alles so großartig ist, so unbeschreiblich schön und einzigartig. Ich könnte die ganze Welt umarmen, so wunderbar ist das alles.

Die Tage hat sich der Hautausschlag wieder gezeigt, den ich im Juli so heftig hatte. Hat er mich damals noch an meine Grenzen gebracht und alte Wunden hochgeholt, war es diesmal so, dass ich wusste, er dient der Reinigung und Transformation. Er war nicht ganz so heftig, aber dennoch schon ziemlich ausgeprägt und unangenehm. Dennoch war er von ganz anderen Emotionen begleitet. Eher Erleichterung und das Wissen, dass da noch alte Reste ihren Weg nach draußen suchen. Bei dem Gedanken, das homöopathische Mittel von damals wieder zu nehmen, musste ich erneut weinen, weil ich diese Erleichterung und Befreiung, die mit der Heilung einherging, schon bei dem bloßen Gedanken an das Mittel spüren konnte. Auch hier ging/geht etwas zu Ende, endgültig und das ist auch gut so.

All diese wundersamen Dinge, die gerade in mir, in meinem Energiefeld und im Universum vor sich gehen, möchte ich ganz bewusst erleben und so nehme ich mir viel Zeit für mich, um in mich reinzuspüren und wahrzunehmen, was gerade geschieht, um alles fließen zu lassen, was gerade fließen will. Alles darf da sein, alles hat seine Berechtigung. Ich will dabei sein und dieses große Geschenk entgegennehmen. Ich glaube, dass meine Seele das von langer Hand geplant hat und mich all die Jahre auf genau diese allumfassende Transformationswelle vorbereitet hat. Und ich bin einfach nur dankbar!

Gefühlt hält dieser enorme Umbruch und Wandel noch bis Ende September an, dann komme ich (wir?) in ruhigere Fahrwasser und ganz viel Neues wird sich zeigen. Neue Impulse, neue Ideen, neue Kontakte, neuer Tatendrang und alles wird einfach gehen. Ich spüre die Leichtigkeit, Freude und Lichtigkeit im Tun und Sein nach dieser Transformationswelle jetzt schon. Die Ruhe nach dem Sturm.

Um mich herum ergeht es ganz vielen ähnlich wie mir. Grippe, Unfälle, die zur Auszeit zwingen, Erschöpfung, wunderbare Erlebnisse in Meditationen, Begegnungen mit der geistigen Welt, einfach eine Achterbahnfahrt, ein Wandel und Reinigung. Ich würde mich total freuen, wenn ihr mir hier einen Kommentar hinterlasst und mir schreibt, wir ihr diese Transformation gerade erlebt, was in euch vorgeht, wie es euch generell ergeht, wie ihr es erlebt, welche Symptome der Körper zeigt und wie ihr damit umgeht. Lasst uns unsere Vielfalt sammeln und uns gegenseitig bereichern!

Ich danke euch schon jetzt und wünsche euch eine WUNDERbare Wandlung!

Herzensgrüße von mir
Anja

Wir werden in neuem Glanz erblühen!
Foto: Anja Reiche


Montag, 14. September 2015

Es triggert und triggert

Dass der September in Sachen Transformation nochmal einen Zacken zulegt, war mir klar. Ich habe es gefühlt und gewusst. Wie sich das zeigen wird und was da noch so alles gesehen werden möchte, fließen möchte, wusste ich nicht und ich bin tatsächlich überrascht, was sich das Leben so ausdenkt, damit man an seine alten Gefühle und Themen rankommt.

Mein Gefühl sagt mir, dass ich mich gerade im Endspurt befinde. Es ist wie die Generalreinigung einer Wohnung kurz vor der Endabnahme. Da wird wirklich in den hintersten Winkeln geschaut, gesaugt, gewischt, geputzt. Sogar Möbel werden verrückt, um selbst dahinter die Spinnweben und Wollmäuse zu entfernen, was man ja in der Regel nicht bei jedem Putzgang macht. (Also ich zumindest nicht ;) ) Alles soll picobello sein und alle "Altlasten" entfernt. Der allerletzte angetrocknete Schmutz wird aufgeweicht und entfernt, damit wirklich alles Alte endlich aufgelöst, gereinigt, transformiert ist und endlich Platz für neue Entfaltung. So fühlt es sich für mich gerade an. Ich glaube, dass viele gerade in einer ähnlichen Phase sind. Die Menschheit erwacht immer mehr. Und wie gesagt, das Leben ist tatsächlich unfassbar kreativ dabei, auf den alten angetrockneten Dreck aufmerksam zu machen. Davon erzähle ich...

Da war z. B. wieder meine Schlangenphobie, ausgelöst durch ein simples Bild in einem Reiseführer von Kroatien und dem Hinweis, dass es da wohl die ein oder andere Giftschlange gibt. Zack! Da war sie wieder diese Angst, diese Lähmung, diese Ohnmacht. Das Thema Schlangen begleitet mich schon sehr lange. Ganz oft hatte ich Träume von Schlangen. Schlangen, die mich bissen, dass ich vom im Traum empfundenen Schmerz wach wurde und das Körperteil noch Minuten nach dem wach werden tatsächlich schmerzte. Schlangen, die den ganzen Boden im Traum bedeckten und es kein Fleckchen mehr gab, an das ich treten konnte. Schlangen hier, Schlangen da. In der freien Wildbahn hatte ich noch nie Kontakt mit diesen posierlichen Tierchen und dennoch ist da diese Angst. Diese Angst habe ich mir angeschaut, immer und immer wieder in Meditationen. Welch Überraschung, dass meine Angst in diesen Meditationen die Gestalt einer Schlange annahm, mit der ich eins ums andere Mal redete und Freundschaft mir ihr schloss. Irgenwann übergab mich die Schlange der Angst, dem Adler des Vertrauens. Mit dem musste ich auch erst einmal Freundschaft schließen, war ich es doch nicht gewöhnt, einfach Vertrauen zu haben. So ging ich dieses Thema an und kam gut vorran. Die Angst wurde immer weniger, das Vertrauen immer mehr. Und dann dieses Bild in diesem Reiseführer. Ich stellte mich wieder dem Thema und all den Gefühlen, die dazu hochkamen. Ich ging komplett in die Angst, in die Ohnmacht, in die Vorstellung, wie es mir gehen würde, wenn mir tatsächlich eine Schlange begegnen würde. Ich ließ mich fortspülen von all den unangenehmen Emotionen und ging bejahend durch, weinte, fürchtete, ließ mich lähmen. Ich sah der Schlange mutig entgegen, sah sie, fies, hinterhältig, unberechenbar, angriffslustig, böse, willkürlich. Ich schrieb alles auf, was ich mit Schlangen verbinde, was sie in mir auslösen und ließ es zu, gestand es mir zu, all diese Eigenschaften auch an mir haben zu dürfen. Das dauerte einige Stunden und dann kehrte wieder Ruhe ein, Frieden. Wenn ich jetzt an Schlangen denke, kann ich ruhig bleiben. Es hat sich entspannt. Gefühlt könnte ich jetzt wirklich einer in freier Wildbahn begegnen und würde es aushalten, sehen, ob da wieder was hochkommen würde, ruhig bleiben, bei mir bleiben, beobachten. Gefühlt... man weiß ja nie. Aber es ist wieder ein guter Schwung alte Emotion, angetrockneter Schmutz gegangen. Das tut gut.

Dann war da diese seltsame Begegnung mit einem gefakten Ausschlag. Auf Facebook habe ich schon öfter diese Fotos gesehen von einem wirklich widerlichen Hautausschlag. Jedes Mal habe ich schnell weitergescrollt, weil die Bilder gar so eklig waren und sie schnell wieder vergessen. Nicht so vor ein paar Tagen. Wieder hab ich ein solches Foto gesehen, wieder habe ich schnell weitergescrollt, aber ich konnte dieses Bild nicht mehr vergessen. Ich wurde es einfach nicht mehr los. Es war wie eingebrannt und löste ganz seltsame Emotionen in mir aus. Es fühlte sich an, wie wenn ich diesen Ausschlag wirklich hätte. Ich konnte ihn fühlen, riechen, schon fast schmecken. Er war mir so nah, klebte an mir und war überall. Alles schien mich an ihn zu erinnnern. Egal, wo ich hinsah, was ich tat, alles rief diese fiesen Fotos wieder ins Gedächtnis. Ich entschied mich dafür, auch diesen komischen Emotionen und Erscheinungen zu begegnen, mich ihnen zu stellen und zu schauen, was das alles mit mir zu tun hatte. Also googelte ich mutig diesen Ausschlag, konnte erst nichts finden, nur um dann festzustellen, dass sich hier jemand einen üblen Scherz erlaubt hat und diesen Ausschlag mit Photoshop kreiert hat. Ich hätte erleichert sein können, das ganze vergessen können, aber es ging nicht. Da kam eine unsagbare Wut hoch. Der Ausschlag, den es eigentlich nicht gibt, verfolgte mich immer noch. Zeitweise dachte ich schon, ich werde verrückt, habe Verfolgungswahn oder Wahnvorstellungen. Auch das ließ ich alles zu. Die Zeiten sind generell eben gerade heftig. Was nützt es, sich dagegen zu wehren. Also ließ ich mich wieder mitten hineinfallen in die Wut, in den Ekel, in die Bilder des Ausschlages. Ich schaute hin und ging durch. Die Wut war so heftig, dass ich wieder und wieder mit Kissen auf das Sofa drosch und schrie, bis der Hals weh tat. (Das tue ich öfter und es ist sooo befreiend!) Dann sah ich Bilder von meinem inneren Kind, das tobte und schrie, um sich schlug, weinte und nicht mehr wollte, dass man seine Grenzen überschritt. Ich ließ es toben, sah ihm zu und als es ruhiger wurde, nahm ich es in den Arm und sagte ihm, dass niemand mehr seine Grenzen überschreiten würde, weil ich nun dafür sorgen würde, dass unsere Grenzen gewahrt werden. Die Haut ist eine Grenze und bei einem Ausschlag, den ich tatsächlich im Juli hatte, wurde mir bewusst, wie oft meine Grenzen als Kind überschritten wurden, meine Persönlichkeit keinen Platz hatte, ich mich verbiegen musste, anpassen. Auch da floss schon viel alter Schmerz. Anscheinend war noch etwas übrig und das wurde nun durch dieses "dämliche" Photoshopprodukt wieder angetriggert. Und ich ging noch einmal in den Schmerz und durch ihn hindurch, heilte mein inneres Kind wieder ein Stück mehr, ließ wieder ein Stück mehr angetrockneten Dreck los (um im Bild des Wohnungsputzes zu bleiben). Jetzt kann ich über diese Fotos von dem Ausschlag schon fast lachen und kann dem ganzen eine gewisse Kreativität zugestehen. Wer hätte gedacht, dass das sowas mit mir macht... Puh!!!

Und dann war da vorhin eine Diskussion mit meinem Partner. Wir hatten unterschiedliche Ansichten und er weigerte sich strikt, sich auch nur ansatzweise in meinen Blickwinkel zu versetzen. Alles, was ich sagte, wurde von ihm überhört und er beharrte weiterhin auf seine Meinung, wie wenn ich nichts gesagt hätte. Ich wurde total wütend und kreidete ihm an, dass er mich nicht verstehen wollte, meine Meinung nicht akzeptieren wollte. Es war, als ob ich gegen eine Wand reden würde, nicht zu ihm durchdringen würde. Wut und Ohnmacht machten sich wieder breit und irgendwann fiel bei mir der Groschen. So habe ich mich als Kind ganz oft gefühlt in Diskussionen mit meiner Mama. Sie hatte ihre Sicht und wich auf Biegen und Brechen keinen Millimeter davon ab, egal was ich sagte, egal welche Argumente ich vorbrachte, egal, was ich wollte. Es wurde nicht gehört, nicht akzeptiert, sondern immer nur dagegen geredet. Kein Anzeichen von Verständnis für meine Sicht. Ich hätte es noch nicht einmal gebraucht, dass sie mir recht gegeben hätte, sondern einfach nur ein Signal, dass sie meine Sicht verstehen kann. Das gab es nie und in diese Lage fühlte ich mich durch diese Diskussion mit meinem Partner zurückversetzt. Er holte nur das hervor, was eh schon in mir war. Das innere Kind übernahm einmal mehr die Zügel und zeigte mir eine alte Wunde. Von meiner Mama möchte und brauche ich heute nicht mehr verstanden werden. Davon habe ich mich gelöst und akzeptiert, dass es anders sein darf. Anscheinend fordere ich aber manchmal dieses verstanden werden von anderen. Das ist mir nun bewusst und ich kann anders handeln, mich dem stellen und es auflösen. Auch hier kann ich mein inneres Kind nun selbst befriedigen und mit dem versorgen, was es damals nicht bekommen hat.

Das alles ist in nur wenigen Tagen in diesem September passiert. Aus meiner Sicht ist der Höhepunkt noch nicht erreicht. Ich fühle, dass es sich bis Ende September noch zuspitzen wird und alles aufgewirbelt wird, was noch nach Heilung verlangt. Es ist manchmal echt anstrengend, geht Schlag auf Schlag und ich bin viel müde, brauche viel Schlaf, viel Zeit für mich. Das gönne ich mir. Manchmal hatte ich das Gefühl, mich zu verlieren, daran zu zerbrechen, den Schmerz nicht aushalten zu können, aber es geht. Es sind "nur" Emotionen. Sie können uns nicht umbringen, während wir sie fühlen. Sie können uns über kurz oder lang nur umbringen, wenn wir sie nicht fühlen wollen. Also habt Mut!

Ich weiß, dass es ein danach gibt und das wird wunderbar. Mit jeder alten Emotion, die ins Fließen kommt, mit jeder Wunde, die mir bewusst wird und die ich heilen kann, werde ich freier und noch mehr ich, lege ich wieder eine Schicht von dem ab, was ich nicht mehr bin oder nie war. Und irgenwann habe ich alles abgelegt und bin komplett frei, nur noch ich und kann mich entfalten.

Ich vergleiche es mit einer Blumenzwiebel. Sie ist lange in der dunklen, feuchten Erde, sieht kein Licht und ist scheinbar abgeschnitten vom Leben. Aber in der Zwiebel arbeitet es. Da entwickelt sich was und irgendwann gibt es diesen Sproß, der langsam wächst, Schicht für Schicht der Zwiebel hinter sich lässt, sie durchbricht und sich seinen Weg ans Licht sucht. Auf diesem Weg sind wir gerade. Und bald haben wir die Oberfläche erreicht, das Licht, die Wärme und dann können wir uns entfalten, wachsen und uns zu unserer ganzen Pracht empor heben, uns erheben und unsere Schönheit zum Ausdruck bringen! Und während der ganzen Zeit werden wir von dieser Zwiebel aus der Dunkelheit genährt, sie ist unsere Basis, sie gehört zu uns und ohne sie könnte wir nicht leben, wären wir nicht das, was wir sind.

Ich bitte euch, auch wenn es gerade wirklich heftig ist und anstrengend und auch wenn es noch zunimmt und immer verrückter zu werden scheint, nutzt die Chancen, die sich euch im Moment in Form von Konflikten, Krankheiten und Problemen zeigen. Schiebt sie nicht weg als Schicksal oder Pech. Schaut euch an, was das alles mit euch zu tun hat, wo euer Anteil liegt, warum euch das gerade widerfährt, was noch geheilt werden will. Alles, was gerade zwickt, ist die Möglichkeit noch mehr du selbst zu werden, wieder eine Schicht abzulegen, wieder eine Wunde zu heilen und endlich ans Licht zu kommen.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft!

Herzensgrüße von mir
Anja


Wie schön es ist, dass immer mehr ans Licht kommen...
Foto: Anja Reiche




Sonntag, 6. September 2015

Schwach sein dürfen, du sein dürfen

Am Freitag hatte ich wieder eine wunderbare Seelenbotschaft zu übermitteln. Der Klient leidet ihm Moment sehr unter Krämpfen in der Muskulatur von Armen und Beinen, im Oberkörper und manchmal im Unterkiefer. Erschöpfung und extremes Schwitzen macht sich ebenfalls bemerkbar. Er ist des öfteren nicht mehr in der Lage, seiner körperlich sehr anstrengenden Arbeit nachzugehen, was ihm sehr zu schaffen macht. Daher suchte er meinen Rat und wollte gerne wissen, was denn hinter all dem stecken könnte, was seine Seele ihm damit sagen will, was gerade gesehen werden will. Und wie sich herausstellte, gibt es da einiges, auf das die Seele hinweisen will.

Heute bekam ich das Gefühl, dass diese Seelenbotschaft nicht nur wichtig für den Klienten ist, sondern wieder ein Thema ist, das im Moment viele beschäftigt und drückt. Mein Klient sieht das auch so. Folglich habe ich von ihm die Erlaubnis zur Veröffentlichung bekommen. Danke dafür! ♥ Selbstverständlich wurde der Name ausgetauscht.   

Als ich mich also am letzten Freitag in die Energie meines Klienten einfühlte bezüglich seiner Beschwerden und seiner Seele begegnete, nahm ich folgendes wahr:

>>Ich fühle eine tiefe Traurigkeit und einen großen Drang zu weinen, all den Schmerz aus Kindertagen einfach mal rauszulassen und in Form von Tränen fließen zu lassen. Dein inneres Kind hat so viel gelitten, so viel Schmerz erlebt, wurde so oft so tief verletzt. Es sehnt sich unheimlich nach Liebe und einfach so sein dürfen, wie es eben ist. Es möchte keine Erwartungen mehr erfüllen, es möchte nicht mehr stark sein. Es will einfach schwach sein dürfen, keine Bedürfnisse anderer mehr befriedigen müssen, keine Ansprüche und Anforderungen mehr erfüllen. Dein inneres Kind möchte all den Zwang endlich loslassen und sich ganz erschöpft ausruhen, sich einfach hinlegen und schlafen, sich erholen von all den Strapazen. Mir laufen die Tränen und ich glaube, dass es nicht meine Tränen sind. Ich spüre deinen Schmerz, der ganz tief unten in deiner Seele vergraben wurde, weil du glaubtest, nicht mehr in der Lage zu sein, auch nur noch einen Funken von diesem Schmerz je aushalten zu können. Lass ihn zu und lass ihn fließen. Geh da nochmal ganz bewusst durch und befreie dich ein für allemal davon. Du bist jetzt erwachsen und er wird dich nicht umbringen. Es wird nochmal weh tun, ja, aber dann kann auch die Heilung einsetzen und du bist endlich davon befreit. Ich weine für dich mit. Gefühlt bin ich gerade Katalysator für dich und ich bin es gerne, nehme dir etwas von deinem Schmerz, so ich es kann. Ich bitte dich inständig, erlaube dir, schwach zu sein. Du kannst dir, deinem Körper und deinem inneren Kind keinen größeren Gefallen tun, als dir das jetzt zu erlauben und diese Schwäche zu leben. Definiere dich nicht über dein Tun und deine Leistung. Du bist ein wertvoller Mensch, einfach nur weil du bist. Du musst nichts bestimmtes leisten, du musst nicht besonders stark und hart sein. Ganz im Gegenteil! Sei einfach und erlaube dir von allem auch das Gegenteil. Gib dir Raum für Weichheit, lass deine so stark gemauerten Schutzwälle fallen, komm dahinter hervor und trete in das Licht, in die Wärme, in die Sonne. Das Leben meint es gut mit dir und deine heftige Kindheit muss dich nicht mehr länger einschränken. Erkenne, dass du ein machtvoller Schöpfer bist, ein wunderbares geistiges Wesen in einem menschlichen Körper. Die Seele nährt sich nicht durchs Tun, sie nährt sich durch Seinszustände. Komm aus dem ständigen Tun heraus und komme ins Sein. Finde den wahren Wert in dir selbst, finde deine wahre Stärke darin, dass du dir auch erlauben kannst, schwach zu sein. Im Leben gibt es von allem auch das Gegenteil und du hast die Stärke lange genug in den Vordergrund gestellt. Das Leben sucht jetzt den Ausgleich und zwingt dich, nun auch die Schwäche anzuerkennen, zu leben und zu lieben. Dein Körper kann und möchte nicht mehr ständig nur leisten und ackern. Du wirst deswegen nicht in der Gosse landen, du wirst vielmehr zu wahrer Stärke kommen, wenn du die Schwäche annimmst. Alles, was du ablehnst, dem gibst du Raum und Energie und ziehst es noch mehr in dein Leben. Umso weniger du die Schwäche an dir haben möchtest, umso deutlicher wird sie sich zeigen und dich immer wieder und jedes Mal vehementer darum bitten, dass du sie endlich annehmen mögest. Wenn du wirklich zu deiner wahren Macht und Größe kommen willst, dann führt dich der Weg durch die Schwäche hindurch und nicht außen herum.

Wenn du das tust, dann sehe ich dein inneres Kind vor mir, das nun absolut erleichtert ist, befreit. Es steht vor mir und kann sein Glück kaum fassen, das Herz zerspringt ihm fast vor Freude. Es ist endlich frei. Es darf endlich Leichtigkeit erleben, genießen, spielen, toben, unlogisch sein, unvernünftig sein, verrückt und ausgelassen. Es springt im Kreis und jubelt, weint vor Freude und Liebe zum Leben. Es hat immer gewusst, dass das nicht alles sein kann in diesem Leben und nun wurde seine tiefste Hoffnung und sein größter Wunsch, seine größte Sehnsucht endlich wahr.

Botschaft von deiner Seele:
„Lass los, Sven! Atme tief durch, lass dich fallen! Das Leben wird dich fangen und dir kann nichts geschehen, außer das größte Glück auf Erden. Vertraue, nicht deinen leiblichen Eltern, sondern dem Leben, dir, Mutter Erde, Vater Gott. Sie sind deine wahren Eltern und sie meinen es gut mit dir, sie wollen wirklich dein Bestes. Du hast einen Platz hier auf dieser Welt, eine Heimat, ein zu Hause, in dir! Schlage wieder Wurzeln, lasse sie gedanklich aus deinen Füßen tief in die Erde wachsen, spüre, wie viel Halt sie dir geben, wie sie dich versorgen, mit allem, was du brauchst. Fühle, wie sicher sie sind, wenn der Wind weht. Stelle dir vor, aus deinem Kopf wachsen Äste in den Himmel. Sie verbinden dich mit Gott, mit deinem höheren Selbst, mit all den Geistwesen und Engeln, die nur dafür da sind, dir zu helfen, dir deinen Weg zu weisen. Diese Wurzeln und diese Äste, sind deine wahre Verbindung zum Leben. Niemand kann dir diesen Halt, diese Verbindung, diese Heimat, diesen deinen Platz nehmen. Du bist hier erwünscht, du wirst hier gebraucht mit allem, was dich ausmacht, mit allen Wunden, mit allen Schwächen, mit allen Stärken. Du darfst hier alles sein, auch schwach. Du magst das noch nicht oft und von nicht sehr vielen gehört haben, aber du bist auch geliebt. Das Leben liebt dich, ich, deine Seele, liebe dich! Du bist hier her gekommen, um all diese negativen Erfahrungen zu machen und dich dann daraus zu befreien. Und du kannst das. Du hast dich für dieses Leben dazu entschieden. Es ist an der Zeit! Ich liebe dich und ich bin immer für dich da. Ich kenne den Weg. Vertraue mir, lass mich vorangehen und dir wird nichts geschehen. Ich führe dich in deine Größe!“<<

Die Krämpfe und Beschwerden zeigen also an, dass das schwach sein dürfen und einfach so sein dürfen, keinen Raum bekommt. Bisher war die Anstrengung Pflicht, körperlich wie psychisch. Es musste geleistet werden, egal auf welcher Ebene. Tatsächlich ist es so, dass Sven sich unheimlich schämt, nicht mehr wie gewohnt anpacken zu können. Er fühlt sich nicht mehr wertvoll. Seine Seele weist ihn nun in Form dieser körperlichen Symptome darauf hin, dass genau diese Schwäche endlich Platz braucht und gelebt werden will. Das extreme Schwitzen mag anzeigen, dass etwas Fließen will - alter Schmerz. Der Körper ist nun mal ein zuverlässiger Indikator für unsere seelischen Themen. Wir dürfen wieder lernen, seine Sprache zu verstehen.

Gerade Schwäche können sehr viele nicht gut aushalten. Wir sind es gewohnt, dass der Körper, ist er einmal krank, so schnell wie möglich wieder leistungsfähig gemacht wird. Krank sein, schwach sein, sich Zeit für Heilung nehmen, schauen, was der Körper einem sagen möchte, das alles hat in unserer westlichen Kultur sehr wenig Raum und findet nur wenig Anerkennung. Viel mehr wird es von den meisten verurteilt und abgestempelt.

Ich möchte behaupten, dass ein Großteil von uns leistungsorientiert erzogen wurde und Liebe nur im Austausch für bestimmte Gegenleistungen bekam. Wir wurden nur geliebt und bekamen Anerkennung, wenn wir bestimmtes taten, bestimmte Verhaltensweisen an den Tag legten, brav waren, ordentlich, fleißig, vernünftig. Wir lernten, dass wir nicht geliebt werden, wenn wir so sind wie wir eben sind, sondern nur, wenn wir so sind, wie andere uns haben wollen. Das alles ist extrem anstrengend und vor allem unnatürlich. Das Tun und die Ansprüche anderer erfüllen, steht für viele im Vordergrund, doch durch das Tun werden wir nicht glücklich. Das Glück ist ein Seinszustand. Erst, wenn wir glücklich SIND und zwar so wie wir sind, können wir entsprechende Dinge TUN, die dieses Glück und unser Sein ausdrücken und widerspiegeln. Durch das TUN alleine werden wir nie ins SEIN  und zu uns kommen. 

Erlaubt es euch, schwach sein zu dürfen! Erlaubt es euch, ihr selbst sein zu dürfen! Heilt die alten Wunden von damals, die Ablehnung, die Verletzungen durch Maßregelungen und nehmt alles an, was einst keinen Platz hatte, was nicht sein durfte und verurteilt wurde. 

Der wahre Weg in die eigene Stärke und Größe führt durch die Schwäche hindurch, durch alles hindurch, was ihr nicht sein wollt, nicht sein durftet, und nicht außen herum!

Herzensgrüße von mir!
Anja

Der Baum lässt im Herbst los, lässt Schwäche zu, damit er im Frühjahr wieder stark sein kann.
Foto: Anja Reiche