Mittwoch, 24. Februar 2016

Hochsensibilität - ein wahrer Segen

Im August 2014 habe ich erkannt, dass ich hochsensibel bin, oder hochsensitiv, wie man auch sagt. Das war damals ein wahrer Aha-Moment. Plötzlich machte vieles Sinn, was ich vorher nicht so recht zuordnen konnte. Oft habe ich versucht, mich irgendwie anzupassen, mich nicht so anzustellen, nicht so empfindlich zu sein. Meist ohne Erfolg. Lange dachte ich, dass ich zu weich bin für die Welt, bis ich begriff, dass ich mehr und anders wahrnehme, als die meisten. (Was mir damals durch den Kopf ging, findest du hier!)

Hochsensibilität zeichnet sich im Allgemeinen dadurch aus, dass unsere 5 herkömmlichen Sinne - hören, sehen, fühlen, riechen, schmecken - extrem intensiv wahrnehmen, wie wenn alle Sinne mit einem fetten Verstärker versehen wären. Die Nervenzellen leiten die Reize um ein vielfaches stärker weiter, als für gewöhnlich. Hochsensible nehmen mehr wahr und anders wahr, als andere.

Von mir kann ich sagen, dass ich diese fünf Sinne so extrem ausgeprägt habe, dass ich sogar das ganz Feine wahrnehme, das Immaterielle, das Energetische. Ich spüre und sehe Geistwesen, Seelen, Engel. Weiß Dinge manchmal einfach, die ich gar nicht wissen kann. Wahrscheinlich kann man auch vom sechsten, siebten und achten Sinn sprechen. Hellhören, hellsehen, hellwissen. Aber wie das letztendlich heißt, ist mir ziemlich egal. Fakt ist, dass die Kanäle da sind und dass es wunderbar ist, sie zu nutzen. ;)

Allerdings gleicht kein hochsensibler Mensch dem anderen. Jeder tickt anders, jeder erlebt anders, nimmt anders wahr. Und ich glaube, dass jeder auf seine Art hochsensibel werden kann. Unsere Wahrnehmungskanäle sind wie Muskeln, die man trainieren kann.

Ein Fest der Sinne

Wenn jemand etwas sagt, höre ich zwischen den Zeilen auch das Unausgesprochene, höre weit mehr, als er mit den Worten preisgibt. Wenn Menschen sich unterhalten, kann ich mit schlafwandlerischer Sicherheit sagen, wann es ein Missverständnis gibt und wo dessen Ursprung ist. Wenn ich Musik höre, dann mit dem ganzen Körper. Ich höre nicht nur Töne, ich spüre sie, merke, welche Körperregionen sie anspricht, anfangen zu schwingen, welche Nervenzellen darauf reagieren, spüre, welcher Klang mir gut tut und wo.

Wenn ich jemanden sehe, sehe ich nicht nur das Äußere. Ich sehe seinen seelischen Zustand, sehe sein wahres Wesen, sehe, was er gerade fühlt. Wenn ich Dinge, Pflanzen oder Tiere sehe, dann fühle ich sie gleichzeitig, nehme deren Energie wahr, fühle die Schwingung. Ich sehe nicht nur mit meinen zwei äußeren Augen, sondern auch mit meinen inneren Augen, habe innere Bilder zu Situationen.
Ich kann sofort sagen, welche Farben mir gut tun, welche Bilder mich bereichern. Jeder äußere Eindruck, hinterlässt auch einen inneren Eindruck. Geschichten aus Büchern und Filmen hallen lange in mir nach, Gespräche hallen lange in mir nach. Wenn ich jemandem begegne, dann mit all meinen Sinnen, mit meinem Herzen, mit ganzer Seele.

Auch Gerüche, wie von Obst oder Gewürzen, Blumen oder anderem aus der Natur machen etwas mit mir. Ich rieche es nicht nur, auch hier fühle ich es gleichzeitig. Manches vitalisiert mich, anderes berührt mich oder tut mir einfach gut, löst etwas in mir aus.
Wenn ich etwas oder jemanden anfasse, dann nicht nur mit den Händen. Ich fasse ihn auch mit der Seele an, spüre die Energie, habe nicht nur eine körperliche Verbindung, sondern eine emotionale. Jeder einzelne Tag fühlt sich anders an, jeder Monat, jedes Jahr.

Zusammenfassend kann man sagen: Alles, was meine anderen Sinne wahrnehmen, fühle ich gleichzeitig.

Nun mag sich das anhören, wie wenn tausend Eindrücke gleichzeitig auf mich einprasseln und ich dem hilflos ausgeliefert bin. Aber so empfinde ich nicht. Ich kann steuern, in wie weit ich mich auf die Situationen einlasse, wie weit ich die Kanäle öffne. Ich entscheide ganz bewusst, in was ich mich regelrecht reinfallen lasse und wo ich lieber außen vor bleibe. Ich bin immer noch der Schöpfer meines Lebens. ;)

Ich lese und höre immer wieder, dass es für viele eine Last ist, hochsensibel zu sein. Für mich ist es eine wahre Freude, ein riesen Geschenk, eine einzige Spielwiese. Mir scheint meine Welt so viel größer, als für die meisten. Ich sehe mehr, höre mehr, fühle mehr, ein Ozean an Eindrücken und Erfahrungen, die wahre Fülle. Ich fühle mich durch all diese intensiven Wahrnehmungen so reich beschenkt! Mein Leben ist so bunt, die Vielfalt so unerschöpflich. Ich habe das Gefühl nicht nur dabei zu sein, sondern mittendrin. Durch all diese Antennen fühle ich mich mit allem verbunden, eins mit allem. Die Welt da draußen ist eine Erweiterung meiner selbst. Es ist wie wenn ich noch mehr Erfahrungen machen kann und danach lechzt meine Seele schließlich. Dafür bin ich hier. Das lässt mich wachsen und entwickeln.

Ich darf für mich sorgen

Die Hochsensibilität trägt einen enormen Teil dazu bei, dass ich gut für mich sorge, denn ich muss es. Tue ich es nicht, wirkt sich das sofort auf meinen körperlichen Zustand aus. Bin ich in Situationen, die mir nicht gut tun, rede mit Menschen, mit denen ich eigentlich gar nicht reden will, so schreitet sofort mein Körper ein. Mir wird schlecht, ich bekomme Bauchweh, oder alles in mir zieht sich zusammen. Ich kann gar nicht in unangenehmen Situationen bleiben, weil es mir sofort schlecht geht. Ich bin nicht in der Lage faule Kompromisse zu schließen, mein Körper lässt es nicht zu. Ich darf rigoros für mich sorgen, weil mir alles andere nicht gut tut.

Und damit mein Körper nicht erst eingreifen muss, sorge ich selbst für mich. Tue nur Dinge, die mir wirklich gut tun, treffe nur Menschen, deren Begegnung mich nährt, deren Energie gut für mich ist. Schaue mir nur Dinge an, die mich bereichern, die mich inspirieren, die mich berühren, lese nur Geschichten, die mich auf irgendeine Art nähren, schaue nur Filme, die ein gutes Gefühl hinterlassen, mich begeistern, mir neue Blickwinkel verschaffen, mich wachsen lassen.

Ich höre vehement auf mein Bauchgefühl. Mache Dinge oder lasse sie eben bleiben, "nur" weil ich ein entsprechendes Gefühl habe, auch wenn der Verstand nicht gleich greifen kann, was da los ist. Meine Antennen sind so fein, dass ich sehr gut und schnell sagen kann, was etwas für mich ist und was nicht. Also nutze ich diese  Antennen und entlaste somit meinen Körper, der sonst Rettungsdienst spielen muss. Damit erspare ich mir viel. 

Ich brauche in allem meinen eigenen Rhythmus - essen, schlafen, relaxen, arbeiten, erschaffen, kreativ sein - , brauche viel Schlaf, viel Zeit für mich alleine, um die Eindrücke zu verdauen, viel Ruhe und die Stille. Ich brauche viele Pausen, Zeit, um in die Dinge reinzuspüren, Zeit, um herauszufinden, was ich denn als nächstes möchte. Zeitdruck geht gar nicht, Dinge hoppla hopp mal nebenbei erledigen ist nichts für mich. Ich brauche Zeit und Muse. Entweder ich hab das, oder ich lass es gleich.

Ein klarer Sternenhimmel gibt mir mehr als jede Party. Ich rede lieber mit einem Menschen intensiv und über Gott und die Welt, als in einer großen Gruppe nur an der Oberfläche zu kratzen. Meine Klamotten müssen praktisch sein, nicht der neueste Schrei. Ich will mich wohlfühlen, mir und meinem Körper mit der Kleidung etwas Gutes tun. Meine Nahrung ist vorwiegend vollwertig. Ich esse nach Gefühl, lese aufmerksam Zutatenlisten von Nahrungsmitteln, achte darauf, was ich mir zuführe und das in jeglicher Hinsicht, denn unsere Nahrung besteht nicht nur aus Essen. ;)

Durch die Hochsensibilität hab ich so meine "Eigenarten", aber ich liebe sie und stehe voll und ganz zu ihnen, weil sie mich ausmachen und mein Leben bereichern.

Was schätzt du an deiner Hochsensibilität, an deiner feinen Wahrnehmung?

Herzensgrüße von mir
Anja


Foto: Anja Reiche


Montag, 15. Februar 2016

Rückverbindung mit der Seele

"Nichts ist im Moment wichtiger und machtvoller 
als eine bewusste Verbindung mit der Seele!"

Was hat sich die Zeitqualität in den letzten Tagen und Wochen wieder verändert. Das wahre Wesen, unser wahrhaftigster Kern drängt nach vorne, ans Licht, will hervorbrechen, will durchbrechen. Vielleicht liegt es am nahenden Frühling, vielleicht an der stetig steigenden Schwingung auf der Erde, vielleicht an der Zeit, in der wir gerade leben. Eine Zeit des Wandels. Vielleicht ist es das Zusammenspiel aus all dem.

Ein neues Zeitalter bricht an, in dem das Licht zunehmend die Dunkelheit erhellt, in der die Menschen immer mehr nach wahrer Freiheit und einem Leben in Liebe und Leichtigkeit streben. Die meisten Seelen, die gerade in einem menschlichen Körper inkarniert sind, sehnen sich danach, dass der Mensch endlich dem Seelenplan folgen mag, dass die Seele mit Geist und Körper im Einklang lebt und all das erfahren kann, was sie sich ausgesucht hat für dieses Leben.

Die Seelen drängen immer mehr, versuchen den Menschen immer mehr auf die richtige Bahn zu lenken, mit den richtigen Zeichen umzulenken. Das mag sich derzeit in vielerlei Chaos und Schmerz äußern, Konflikten, Krankheiten, Verlusten, Trennungen. Vielen erscheint es vielleicht so, dass sich alles gegen sie verschworen hat. Vielmehr ist es aber so, dass die Seele uns einfach nur aus all den Situationen und Umständen befreien möchte, die nicht unserem wahren Wesen entsprechen. Situationen, in denen wir faule Kompromisse eingehen, in denen wir uns verbiegen und unser Herz verraten. Das duldet die Seele in dieser Zeit nicht mehr und löst uns von all dem, was unser Verstand bis dahin vielleicht als richtig erachtet hat, als augenscheinlich erstrebenswert. Tief in unserem Inneren wussten wir aber wahrscheinlich schon länger, dass z. B. die Wohnung nicht mehr die richtige war, der Partner nicht mehr passte, der Job uns nicht erfüllte, einige Freunde uns nicht mehr gut taten.

Hier geht die Seele im Moment rigoros vor. Es gibt kein Aufschieben mehr, kein Hinnehmen, keine falsche Rücksichtnahme. Die Seele strebt nach Erfüllung und Leichtigkeit in allen Lebensbereichen, nach Wahrhaftigkeit und sie selbst sein, danach, ihr wahres Wesen in allen Lebenslagen immer zum Ausdruck zu bringen, nach echt sein, nach Authentizität, nach gnadenloser Ehrlichkeit uns selbst gegenüber.

Viele können diesen Prozess vereinfachen. Dieses vermeintliche Chaos, der Schmerz und die Schwere müssen nicht sein. Gerade denen, bei denen es im Moment an allen Ecken und Enden zu zwicken scheint, kann ich nur eines raten: Verbindet euch wieder ganz bewusst mit eurer Seele. Verbindet euch wieder mit eurer ureigenen Kraft und Weisheit, die eurer Seele innewohnt. Der Seele zu folgen kann ganz einfach sein.

Sie kennt euren Weg, weiß, warum ihr hier seid, welche Erfahrungen ihr machen wollt. Sie kennt eure Herzenswünsche, eure tiefsten Sehnsüchte, eure größten Träume und genau die weißen euch den Weg, sind die Punkte auf eurem Seelenplan. Eure tiefste Sehnsucht kommt von eurer Seele. Die größten Herzenswünsche von euch sind die größten Herzenswünsche von eurer Seele. Was euch beim Gedanken daran mit größter Freude erfüllt, das will auch eure Seele mit euch erleben. Das ist euer Wegweiser. WIE das ganze in euer Leben kommt, richtet eure Seele für euch, ihr müsst euch nur dafür entscheiden, DASS ihr es wollt.


Doch wie geht das nun mit dieser Rückverbindung?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

1. Trefft eine ganz bewusste Entscheidung
Die Rückverbindung mit der Seele kann eine ganz bewusste Entscheidung sein, die ihr aus tiefstem Herzen trefft. Unser Leben wird durch unsere Entscheidungen gestaltet, unsere Entschlüsse sind kraftvolle Instrumente. Eine solche Entscheidung könnte lauten:

"Ich entscheide mich hier und jetzt dafür, meine Seele zum Anführer für mein Leben zu erklären. Ich entscheide mich dafür, ihr zu folgen. Sie kennt den Weg und weiß zu jeder Zeit alles, was gerade wichtig und zuträglich für mich und meine Entwicklung ist. Meine Seele will immer das Beste für mich. Dafür entscheide ich mich!"Schreibt diese oder ähnliche Worte auf, sprecht sie laut oder im Stillen für euch aus und dann überlasst alles weitere dem Leben, eurer Seele.


2. Geistig Kontakt mit der Seele aufnehmen
Ihr könnt eurer Seele auch in einer Meditation begegnen. Setzt euch hin und ladet eure Seele zu euch ein, in euren inneren Raum. Wartet wie sie sich euch zeigt, wie sie aussieht, welches Gefühl sie mitbringt. Reicht ihr nun im Geiste die Hände und sagt ihr, dass ihr ihr folgen wollt. Dass ihr bereit seit, sie voran gehen zu lassen und mit Körper, Geist und Seele in Harmonie zu leben. Schenkt ihr euer Vertrauen und lasst sie voraus gehen. Ladet eure Seele ein wieder voll und ganz in eurem Körper zu wohnen, gebt ihr vertrauensvoll die Macht über die Geschehnisse in eurem Leben. Sie wird es richten und alles fügen. Sagt eurer Seele in dieser Begegnung alles, was ihr ihr sagen wollt. Ihr könnt ihr auch eure Ängste mitteilen oder Fragen stellen. Wartet einfach ab und lauscht, was die Seele euch für Antworten gibt. Und die Antworten werden kommen. Wenn sie nicht direkt bei dieser inneren Begegnung kommen, dann seit sicher, dass sie euch in den Stunden und Tagen nach dieser Begegnung gegeben werden, auf welche Art auch immer. Haltet einfach Augen und Ohren offen.

Begegnet eurer Seele so oft wie es euch gut tut und immer dann, wenn euch danach ist. Bleibt einfach im steten Kontakt.


3. Ballast verabschieden und alles der Seele, dem höheren Selbst übergeben

Stell dir vor, dass du all den Ballast, der dich gerade schwer macht und plagt in ein Boot legst, das am Ufer eines Sees oder Meeres liegt. Werfe alles in das Boot, dass drückt und dich nach unten zieht, alles, was du verabschieden möchtest. Wenn alles im Boot ist, dann gib ihm einen ordentlichen Schubs und schiebe es aufs offene Wasser hinaus. Wenn es ein Stück weggetrieben ist, dann nimm einen Bogen und einen brennenden Pfeil und schieße ihn in Dankbarkeit und Liebe ins Boot, damit es Feuer fängt und mit dem Boot auch der Ballast. Lass all das Schwere durch die Flammen aufsteigen und zurück zur Quelle kehren. Schaue der brennenden Reinigung vom Ufer aus zu. Wenn du magst, setz dich hin und spüre, wie dir leichter wird, spüre wie mehr und mehr Platz in deinem Leben wird, Platz für das, was wirklich wichtig für dich ist. Übergib nun alles dem Leben, deinem höheren Selbst, deinem Schutzengel, Mutter Erde oder wem auch immer du vertraust. Sie alle wollen das für dich, was deine Seele für dich will. Vielleicht magst du innerlich die folgenden Worte sprechen:

"Ich übergebe die Führung nun dem Leben selbst, meinem höheren Bewusstsein, meiner Seele, Mutter Erde und allen Geistwesen, die dafür da sind, mich zu führen und zu begleiten. Ich lasse los und vertraue dem Leben, dass es mich versorgt und mir zu jeder Zeit das schenkt, was gerade gut und richtig für mich ist!"

Bleib so lange am Ufer sitzen, wie du es für richtig erachtest und dann kehre wieder zurück in dein Leben und genieße die neue Leichtigkeit. Wiederhole das Ritual gerne so oft, wie du noch Ballast abzugeben hast.


Ihr Lieben, ich wünsche euch wunderbare Begegnungen mit euren Seelen und der höheren Führung. Ich wünsche euch Wunder und Leichtigkeit, pure Freude am Sein, einen wahrhaften, erfüllenden Ausdruck eurer Selbst!!! Nichts ist im Moment wichtiger und machtvoller als eine bewusste Verbindung mit der Seele!

Ich würde mich unheimlich freuen, wenn ihr mir von euren Begegnungen mit euren Seelen und den Wundern in eurem Leben berichtet. Schreibt mir gerne Kommentare dazu! Was hat sich verändert? Wie geht es euch mit der Entscheidung, eurer Seele zu folgen?


Herzensgrüße von mir
Anja


PS: Hier findest du 11 weitere Tipps, um der inneren Stimme zu folgen: 11 Möglichkeiten, um seine Intuition anzuzapfen

Feiert Hochzeit mit eurer Seele, tanzt mit ihr, liebt sie!
Foto: Anja Reiche


PSS: Wenn du glaubst, dass du bei der Rückverbindung Hilfe benötigst, dann schau gerne hier: meine Gabe: Seelenlesen - Geistheilung



Mittwoch, 3. Februar 2016

Plötzlich wieder 16

Dafür hat die Gründung einer simplen WhatsApp-Gruppe zur Organisation eines Klassentreffens gereicht. Was für viele eine schöne Vorstellung ist - noch einmal 16 sein - wäre für mich quasi Höchststrafe. ;)

Seit ich gestern dieser Gruppe hinzugefügt wurde, überrollen mich Erinnerungen an die damals 16-Jährige, die unangenehmen Emotionen, die sie damals hatte. Es kommt mir vor, wie wenn diese 16-Jährige aus einem anderen Leben kommt, aus einem anderen Universum. 1998! Lichtjahre her...

Ich fühle die Einsamkeit von damals. Was war ich verloren, hatte irgendwie nirgends Halt. War verbogen bis aufs Unkenntliche und so unendlich weit weg von meinem wahren Wesen, von dem was ich wirklich wollte und wer ich wirklich war. Ich hatte ja noch nicht mal mehr eine Ahnung davon, was ich wirklich wollte. Zu sehr war ich damit beschäftigt, es anderen recht zu machen, die Bedürfnisse anderer zu erfülle, zu funktionieren. Ich war eingeschlossen in ein Korsett aus Anforderungen und Pflichten, aus Bedingungen und Erwartungen, wie ich zu sein hatte. Von mir, meiner Persönlichkeit war nichts mehr übrig...

Mit den Eltern gab es gefühlt ständig Stress und eigentlich keinen Rückhalt. Ich musste irgendwie immer zusehen, wie ich alleine klar komme. Selbst zum Abschlussball kamen sie zu spät, haben den Eröffnungstanz nicht gesehen. Die Landwirtschaft, das musste ich doch verstehen... Die Beziehung, die ich damals hatte, war geprägt von Eifersucht seitens meines Partners und unkontrollierbaren Anfällen davon. Es reichte schon aus, einen anderen Jungen nur zu grüßen, schon ging es wieder los. Während andere nach dem Schulabschluss mit Freunden Urlaub machten und ordentlich feierten, wollte ich das nicht, weil es nur Ärger bedeutet hätte. Mit meinem Partner, weil er es gehasst hätte, wenn ich alleine weggefahren wäre, mit meinen Eltern, die das wahrscheinlich genauso wenig gut gefunden hätten und dann hätte ich sie ja noch um Geld dafür bitten müssen. Vielleicht hätte ich es bekommen, aber die Diskussionen bis zum Erfolg wollte ich mir ersparen. Das Leben zu genießen habe ich sicherlich nicht von meinen Eltern gelernt. ;) Und um all dem Ärger aus dem Weg zu gehen, habe ich es einfach gelassen und bin zu Hause geblieben. Habe in meinen letzten Sommerferien wie gewohnt auf dem Hof geholfen und bin dann im September ins Berufsleben gestartet, um endlich mein eigenes Geld zu verdienen, auf niemanden mehr angewiesen zu sein, frei zu sein.

Wenn ich so zurückdenke, dann war das damals die dunkelste Zeit in meinem Leben. Ich fand das Leben zum Kotzen, jede Veränderung war eine Bedrohung für mich. Ich vermutete überall einen Angriff, vertraute niemandem, war nur damit beschäftigt mich vor Verletzungen zu schützen, taff zu wirken, cool, schlagfertig, nur nichts an mich ranzulassen, am besten alles unter Kontrolle zu haben. Angriff, das war meine beste Verteidigung. Das gelang mir recht gut. Meist wirkte ich wirklich souverän, wie wenn ich alles im Griff hätte, alles irgendwie schaffen würde. Ich hab auch alles immer irgendwie geschafft.

Abschluss als Schulbeste, einen begehrten Ausbildungsplatz in einer damals angesehen Firma, Führerschein mit null Fehlern, Ausbildung souverän gemeistert, wieder Klassenbeste. Aber in mir sah es ganz anders aus. Von Glück und Zufriedenheit, von Leichtigkeit und Lebensfreude war da keine Spur. Diese Jugendliche von damals war innerlich verwahrlost, emotional unterernährt, verlassen und verloren, vertraute niemandem, sah überall die Gefahr, fühlte sich von allem bedroht. Aus materieller Sicht hatte ich immer alles. Ich hatte immer genug zu Essen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und dafür bin ich dankbar. Und dennoch nährt das nicht die Seele, ersetzt das keine Zuneigung, keinen Zuspruch, keine Wärme, keine bedingungslose Liebe. Gefühlt war ich damals für meine Eltern eine Figur am Rande, die funktionieren musste, so wie sie es eben von mir erwarteten.

Und nun blicke ich zurück auf fast 18 Jahre, die seit meinem Schulabschluss vergangen sind, blicke zurück auf meine dunkelste Zeit und in mir jubiliert alles. Ich habe dieses vernachlässigte Wesen von damals geheilt, mein inneres Kind versorgt und mit Liebe satt gemacht. Ich habe Frieden in mir gemacht, mit meinen Eltern und mit allen, die mich augenscheinlich verletzt hatten. Sie wussten es nicht besser und haben nur meine tiefsten Überzeugungen bedient. Ich habe dieses Opfer-Täter-Spiel verlassen und begriffen, dass alles Gute aus mir kommt und dass ich mein Leben mit allem, was dazu gehört, selbst erschaffe. Ich habe mich all dem Schmerz gestellt und den Weg zurück gefunden ins Licht, in die Leichtigkeit, ins Glück, in die Gesundheit, in die Freiheit, zurück zu mir. Heute weiß ich, wer ich wirklich bin, was ich vom Leben will, warum ich hier bin. Ich weiß, dass ich alles, was ich brauche, in mir finde. Und ich bin so stolz auf mich!!! Wer hätte gedacht, dass ich diesen schwarzen, dunklen Sumpf wieder verlassen kann?

Wo damals kein Licht war, strahlt heute alles! Ich sag ja: 1998 - Lichtjahre her!!!


Foto: Anja Reiche


Montag, 1. Februar 2016

11 Fragen - 11 Antworten zu mir und meinem Blog


Heute gibt es einen etwas anderen Artikel als gewöhnlich und vielleicht erfahrt ihr etwas über mich, dass ihr noch nicht wusstet. ;) 11 Fragen - 11 Antworten!

Ich wurde zum Liebster Award nominiert und ich freue mich sehr!!! Bis vor kurzem wusste ich noch nicht einmal, dass es so was gibt. ;)

Der Liebster Award ist eine Aktion unter Bloggern, die helfen soll neuere und noch unbekannte Blogs bekannter zu machen. Er ist aber auch dafür da, dass schon bekanntere Blogschätze noch bekannter werden. Da nehme ich doch wirklich gerne teil und bedanke mich bei der lieben Andrea Braun von sunshineladytest für die Nominierung (auch wenn ich es erst heute gecheckt habe). ;)

Da die nominierten Blogger einige Fragen beantworten, erfährt man einiges mehr über den Autor, der hinter einem Blog steckt. Das finde ich persönlich sehr reizvoll und außerdem LIEBE ich Interviews. Irgendwie haben die eine magische Anziehungskraft auf mich. Ich könnte aller Welt immerzu die brennendsten Fragen der Menschheit beantworten, darüber philosophieren und  ganz in den Gedankengängen aufgehen. ♥

Nun aber zurück zum Award. Ich werde also nun die elf Fragen beantworten, die mir die liebe Andrea gestellt hat. Anschließend werde ich Blogger nominieren, deren Blogs mir einfach ans Herz gehen und die es verdienen, mehr Leser zu bekommen. Diesen Bloggern werde ich ebenfalls elf Fragen stellen. Die ausführlichen Regeln/den Leitfaden findet ihr ganz unten.


1.) Wann hast du begonnen zu bloggen?
Ich habe im April 2015 angefangen zu bloggen, davor aber schon sehr lange mit dem Gedanken gespielt, mich übers Bloggen informiert und mir ein bisschen Background angeeignet. (Da kam wieder die Perfektionistin durch, die bei der Einschulung am besten schon lesen können will!) Und im April letzten Jahres hatte ich dann endlich den Mut, mit meiner Geschichte und allem, was mich ausmacht, an die Öffentlichkeit zu gehen.

2.) Was motiviert dich und lässt dich dran bleiben?
Das Schöne ist, dass ich mich gar nicht dazu zwingen muss, dranzubleiben, denn mich mitzuteilen, ist ein ganz tiefes Bedürfnis. Was ich auf meinem Weg zurück zu mir erfahren und begriffen habe, will einfach in die Welt. Oft genug hatte ich das Gefühl, dass ich ganz alleine dastehe. Und deshalb möchte ich anderen, die auch auf ihrem Weg sind und vielleicht manchmal zweifeln, mit meiner Geschichte Mut machen und ihnen zeigen, dass es da noch mehr Menschen gibt, die irgendwie "anders" sind.

3.) Wie lautet deine Message, was möchtest du in der Welt verbreiten?

Das Leben ist einfach wunderbar, wenn man mal verstanden hat, wie es wirklich "funktioniert" und warum wir hier sind. Doch am meisten liegt mir am Herzen, dass immer mehr Menschen ihr wahres Wesen zum Ausdruck bringen, ihre Einzigartigkeit leben und ihrem Herzen folgen. Mir ist es wichtig, dass immer mehr begreifen wie göttlich und mächtig sie sind, wie großartig und liebenswert. Jeder einzelne ist etwas ganz Besonderes und hat einen Platz auf dieser Erde, einen unschätzbaren Wert, eine großartige Seele!!!

4.) Was war bislang in Bezug auf das Bloggen deine größte Herausforderung?
Ich glaube das war die Angst vor Ablehnung. Anfangs war ich noch etwas unsicher, wie wohl die Menschen auf das, was ich schreibe, reagieren. Aber um so selbstverständlicher ich mit meinen Erkenntnissen, Überzeugungen und meiner Art zu leben umgegangen bin, umso weniger Angst hatte ich, dass mich jemand ablehnt, oder das für doof hält. Heute habe ich mir erlaubt, so zu sein, wie ich bin, kann damit ganz offen umgehen. Und ich habe mir erlaubt, dass mich nicht jeder mögen muss und dass ich mich auch mal in die Nesseln setzen darf. ;)

5.) Wofür brennst du? Was ist deine größte Leidenschaft?  

Meine größte Leidenschaft... Puh, da gibt es so viele. Aber ich denke, dass sie sich alle irgendwie zusammenfassen lassen. Meine größte Leidenschaft ist es, ich zu sein und mich in jeder Sekunde zum Ausdruck zu bringen. Egal, auf was ich gerade Lust habe, egal, was ich gerade tue. Wenn ich immer das tue, was ich wirklich JETZT will, dann bin ich immer mit Leidenschaft dabei und dann brennt es in mir. Ob das nun kochen ist, malen, in der Natur sein, fotografieren, Menschen begegnen, Seelen begegnen, schreiben, tanzen, Unfug treiben. Meine Leidenschaft ist immer das, auf was ich gerade richtig Bock habe.

6.) Deine besten Strategien für´s Dranbleiben? 

Das hab ich weiter oben schon erwähnt. Schreiben ist mir ein Bedürfnis, mich mitzuteilen ist mir ein Bedürfnis. Ich erlaube mir, nur dann zu schreiben, wenn mir wirklich danach ist. Ich zwinge mich nicht dazu. Und wenn ich richtig Lust habe, dann ist da auch Leidenschaft und dann geht es wie von alleine.

7.) Was inspiriert dich für den nächsten Artikel?  

Das kann vieles sein. Entweder mich selbst bewegt und beschäftigt gerade ein Thema oder es gab mal wieder neue Erkenntnisse für mich. Die will ich dann natürlich mitteilen. Oder ich lese irgendwas, höre, sehe etwas, das mich dann nicht mehr loslässt und zu dem ich unbedingt etwas sagen möchte.

8.) Was soll am Ende des Jahres mit deinem Blog erreicht sein? 

Auf jeden Fall möchte ich immer mehr Menschen erreichen, bewegen, berühren, ermutigen. Wenn ich mit meiner Facebookseite zu diesem Blog am Jahresende die 2000er-Marke knacken würde, wäre das gigantisch!!!

9.) Welche Blogs liest du am liebsten?
Am meisten mag ich Blogs über den eigenen Weg, über Selbstfindung, Selbstheilung und alles, was hilft, zurück zu sich selbst zu finden. Blogs über den großen Aufbruch in die Freiheit, über das, was im Leben wirklich zählt. Jede einzelne Geschichte von Menschen, die sich in den Irrungen und Wirrungen des Lebens auf den Weg zurück zu sich selbst gemacht haben, verursacht mir eine wunderbare Gänsehaut und ein warmes Gefühl im Bauch. Und alles in mir schreit: "Mehr davon!". ;)

10.) Worin liegt dein größtes Potential?  

Ich glaube das liegt in meiner Vehemenz und dem festen Glauben an mich und meinen Weg. Ich habe nicht nur Träume sondern ich entscheide mich immer wieder für diese Träume, so dass sie eigentlich mehr Ziele sind, von denen ich genau weiß, dass ich sie erreichen werde. Das ist ein inneres Wissen, ein ganz tiefer Glaube, eine unbändige Entschlossenheit. Ich weiß um meine Macht und meine Schöpferkraft. Ich weiß, dass ich mir mein Leben selbst gestalte.

11.) Jemand schenkt dir 1 Million Euro! Würdest du immer noch bloggen? Was würde sich verändern? 

Selbstverständlich würde ich noch bloggen. Diese Million ändert doch nichts daran, dass ich mich mitteilen möchte, dass ich Menschen berühren möchte, dass ich Menschen Mut machen möchte, dass ich Mensch in ihre wahre Größe helfen will. Ich würde immer noch in jeder Minute entscheiden, was genau JETZT dran ist. Und diese Million würde einfach nur den inneren Reichtum im Außen widerspiegeln. Eigentlich ist diese Million sogar eine ziemlich logische Konsequenz für mich. ;)

So, das waren die elf Fragen, die an mich gestellt wurden. Und es hat mal wieder richtig Spaß gemacht, sie zu beantworten. ♥ Wer weitere Fragen an mich hat, darf sie mir gerne in den Kommentaren stellen.


Hier nun meine Nominierungen. Ich gestehe, dass ich die Blogger nicht vorher gefragt habe, ob sie mitmachen möchten. Ich folge einfach meinem Gefühl und hoffe, dass ich einem jeden von ihnen damit auf irgendeine Art eine Freude mache. Ich nominiere:



Ich wünsche mir, dass alle Nominierten genauso viel Freude daran haben werden, wie ich, an diesem Award teilzunehmen.

Hier meine Fragen für euch:

1.) Was hat dich dazu bewegt zu bloggen und wann hast du damit angefangen?
2.) Was motiviert dich und lässt dich dran bleiben?
3.) Wie lautet deine Message? Was möchtest du in der Welt verbreiten?
4.) Was war bislang in Bezug auf das Bloggen deine größte Herausforderung?
5.) Wofür brennst du? Was ist deine größte Leidenschaft?
6.) Was inspiriert dich für deine Artikel?
7.) Was soll am Ende des Jahres mit deinem Blog erreicht sein?
8.) Welche Blogs liest du am liebsten?
9.) Worin liegt dein größtes Potential?
10.) Jemand schenkt dir 1 Million Euro! Würdest du immer noch bloggen? Was würde sich verändern?
11.) Was möchtest du in diesem Leben auf jeden Fall noch erleben/tun/erfahren?

 



Regeln/Leitfaden:

  • Bedankt euch bei der Person, die euch nominiert hat, und verlinkt sie auf eurer Seite. Falls möglich, hinterlasst auf ihrem Blog einen entsprechenden Kommentar, in dem ihr auch für andere sichtbar den Award annehmt.
  • Kopiert das Emblem oder holt euch ein zu euch passendes aus dem Netz und stellt es sichtbar auf die Award-Seite, so dass der Liebster Award nach außen hin sichtbar ist und bleibt.
  • Beantwortet die 11 Fragen, die euch gestellt wurden und veröffentlicht sie auf eurer Seite. Wer über die Fragen hinaus Fakten über sich präsentieren möchte, kann dies in einem eigenen Blog: Fakten über mich (bis zu 11 empfohlen); wer mit den Fragen gar nichts anfangen kann, darf sie ausnahmsweise auch mal gegen Fakten austauschen; sollte das dann aber auch entsprechend begründen.
  • Denkt euch 11 neue Fragen für die Blogger aus, die ihr nominieren wollt und stellt die Fragen auf euren Blog. Ihr dürft auch die gleichen Fragen nehmen, die euch gestellt wurden, wenn sie euch gefallen haben.
  • Kopiert die Regeln und stellt sie ebenfalls auf euren Blog, damit die Nominierten wissen, was sie zu tun haben.
  • Nominiert zwischen 2 und 11 neue Blogger, die ihr gerne weiter empfehlen wollt. Das können solche sein, die noch wenig bekannt sind, aber empfehlenswerte Inhalte bieten, oder aber solche, die euch einfach faszinieren, auch wenn sie schon bekannter sind. (Wer möchte kann sich dabei an die 200er – 3000er Follower / Leser Regel halten, also solche Blogs empfehlen, die unterhalb dieser Zahlen liegen.)
  • Stellt die neuen Nominierungen auf eurer Seite vor und gebt den jeweiligen Bloggern eure Nominierung persönlich bekannt. Empfohlen wird dafür die Kommentarfunktion auf den jeweiligen Blogs zu nutzen, falls diese passend ist. Eine Verlinkung auf Facebook o. ä. geht auch. Hauptsache derjenige erfährt von seinem Glück. (Vielleicht wollt ihr die jeweils Nominierten vorab fragen, ob sie überhaupt mitmachen wollen.)

Es war mir eine Freude!

Herzensgrüße von mir
Anja