Dienstag, 22. August 2017

Wir dürfen andere ent-täuschen!

Es scheint momentan überall ein ähnliches Thema präsent zu sein. Genau wie ich sind gerade einige dabei, sich aus alten Beziehungen und Freundschaften, ja sogar von der Familie oder einzelnen Mitgliedern davon, zu lösen. Im Zuge dessen werden wir "angegriffen", verurteilt und fühlen uns schuldig. Wir haben das Gefühl, dafür verantwortlich zu sein, dass es den anderen gut geht. Das ist aber ein Trugschluss.

Zu all dem wollte ich jetzt gerne ein paar Takte sagen, weil da so viel mitschwingt, das alles so vielschichtig ist und euch auch von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen aus der ganzen Geschichte erzählen. Seid gut zu euch!!!! ♥
 
 

Freitag, 18. August 2017

Ich erlaube mir, meiner höchsten Freude zu folgen

Was für ein Morgen! Seit kurz vor fünf liege ich wach im Bett und in mir rattert es. In der letzten Augustwoche steht ein Aufenthalt in meiner alten Heimat an. Eine liebe Freundin heiratet. Was im Hintergrund immer mitschwingt: Fahre ich zu meinen Eltern?

Normalerweise schlafen wir immer mindestens ein, zwei Nächte bei meinen Eltern. Bis auf einmal, da waren wir wirklich nur kurz zu Besuch und sind nicht über Nacht geblieben. Ein schlechtes Gewissen hatte ich trotzdem irgendwie. Nun sind wir eine ganze Woche in Bayern und wie einige von euch mitbekommen haben, arbeitet das Mutter-Thema wieder ziemlich in mir die letzten Tage. Generell ist meine Familie immer wieder Thema und ich löse und löse mich immer mehr aus alten Verstrickungen. Mal kann ich ihnen begegnen, mal nicht. Gerade nicht so richtig...

Die Vorstellung in wenigen Tagen in dieses Haus zu gehen, ist keine schöne. So viele Konflikte schwelen und es fühlt sich für mich immer so an, wie wenn ich meine Energie extrem nach unten schrauben muss, damit ich da überhaupt sein kann, damit ich mich irgendwie an ihr Schwingungsniveau anpasse. (Es handelt sich um ein 4-Generationen-Haus - meine Oma, meine Eltern, mein Bruder mit Frau und Kindern - und jeder liegt mit jedem irgendwie im Clinch und zwar so richtig heftig.)

Die Frage, ob wir nun zu meinen Eltern fahren oder nicht, wenn wir schon in Bayern sind, hat sich mir die letzten Tage immer öfter gestellt, so auch heute morgen im Bett. Zu allem Überfluss hat meine kleine Nichte, die ja ebenfalls mit im Haus wohnt, auch noch in der Woche Geburtstag. Noch ein Grund mehr da unbedingt hin zu "müssen". Ich will sie ja schließlich nicht enttäuschen, denn sie liebt mich und meinen Partner abgöttisch und ich liebe die beiden Kleinen auch total. Dennoch fühlt sich alles schwer an und gruselig.

Und vorhin überrannte mich dann DIE Erkenntnis, die mir ganz viel Druck und Last nimmt. Eigentlich ist es eher eine Erlaubnis als eine Erkenntnis. In fast jedem Bereich meines Lebens folge ich nur noch der Freude. Gerade was den beruflichen Weg angeht ist das mein absolutes Mantra und total selbstverständlich für mich geworden. Auch was meine Freunde und die Familie meines Partners angeht folge ich nur noch meiner Freude, nehme Einladungen und Termine nur noch an, wenn ich wirklich Lust dazu habe und wenn nicht, dann bleibe ich fern, ohne Ausreden zu erfinden, sondern sage einfach: "Das war nicht dran! Ich hatte keine Lust." Fertig!

Nur bei meiner eigenen Familie habe ich mir das irgendwie die ganze Zeit nicht erlaubt. Da war noch diese feste Überzeugung "Das gehört sich doch!". Wenn wir schon 500 km nach Bayern fahren, dann müssen wir doch wenigstens mal kurz Hallo sagen. Da war noch immer ein schlechtes Gewissen und Verantwortung für die Gefühle der anderen. Gerade meinen Papa will ich auf keinen Fall enttäuschen. Und dann war da dieser Satz in meinem Kopf, vorhin, im Bett: Ich erlaube mir auch da meiner höchsten Freude zu folgen!!! Boom! Was für ein Satz in diesem Zusammenhang. Und plötzlich sind die Antworten ganz klar. Es ist nämlich so gar nicht meine höchste Freude dahin zu fahren, zu Menschen, die mir jedes Mal aufs Neue sagen, dass meine Haare zu kurz sind, dass ich zu dünn bin und wieder nicht verstehen, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, die alles verurteilen, was nicht ihren eigenen Maßstäben entspricht, bei denen mein eigenes Wesen so überhaupt keinen Platz hat, bei denen es überhaupt kein Verständnis für meine jetzige Lebensweise gibt, zu Menschen, die nur von mir wollen und nie fragen, was ich eigentlich will, Menschen die nur um sich selbst kreisen.

Mit diesem Satz, mit dieser Erlaubnis ist so vieles von mir abgefallen. So viel Druck, so viel Schwere, so viel Verantwortung, die nicht die meine ist. Plötzlich zwinge ich mich zu nichts mehr, bin voll in meiner eigenen Verantwortung. Ich tue auch hier nur noch das, was meiner höchsten Freude entspricht. Plötzlich ist die Sache ganz einfach. Plötzlich gibt es kein hin und her mehr zwischen all meinen Gedanken und zwischen müssen, sollte, könnte. Die Sachlage ist auf einmal glasklar. Es ist nicht meine höchste Freude dahin zu fahren. Geburtstag hin oder her, auch der fühlt sich schwer an. Und damit ist die Entscheidung gefallen. Damit brauche ich keine Ausreden und andere Begründungen. Damit gibt es kein falsches Pflichtbewusstsein, denn ich bin nur meiner eigenen höchsten Freude verpflichtet. Fertig!

Dieser Satz darf noch tiefer dringen und steht mir jetzt bei einer jeden Entscheidung zur Seite, egal um was es geht. Bin ich in meiner höchsten Freude, wenn ich dies oder jenes tue, diesen oder jenen treffe, dieses oder welches kaufe oder nicht kaufe? Und dann ist die Antwort leicht. So herrlich leicht!

Danke Leben für diesen Satz!!!!!

Foto: Anja Reiche


Sonntag, 13. August 2017

Ausbildung zu dem, wer wir sind

In mir wuselt es gerade. Ich spüre immer deutlicher die Schamanin in mir, die Kraft der Göttin. Vorhin war ich im Wald und gerade in der Natur spüre ich so immens meine Kraft, dass sie mich selbst fast umhaut. Mir stockt regelrecht der Atem, wenn ich diese meine Kraft, meine Urkraft spüre, wie sie mir durch die Adern rinnt, wie sie in meinem Energiesystem pulsiert, durch mich schießt. Da war dann der Satz, den ich vorhin bei Facebook gepostet habe: Ich bin die Göttin. Was ich gleichsetze mit, ich bin die Urkraft. Wir alle sind sie, doch nur wenige gestehen sich das zu, ziehen es überhaupt in Erwägung, dass sie Schöpfer sein könnten, dass sie Herr über die Materie sein könnten. Das ist das eine, was gerade so präsent ist.

Dann finde ich immer mehr Mitglieder meiner Seelenfamilie, Menschen, die ich eigentlich nicht kenne und doch wissen wir, dass wir uns schon ewig kennen. Es scheint irgendwie meine Aufgabe zu sein, sie zu versammeln und sie zu erinnern, wer sie wirklich sind. Ihnen zu zeigen, welch wunderbare Schätze sie in sich tragen, sie vorzubereiten auf ihre Aufgabe hier in diesem Leben. Eine Aufgabe, die sich unsere Familie vorgenommen hat. Im Moment scheint es mir wie Schuppen von den Augen zu fallen, welche Rolle ich hier habe. Ich bin eine von jenen, die die Lichtarbeiter erinnert, dass sie Lichtarbeiter sind. Das ist so strange und doch so normal. Meine Aufgabe ist es, den Menschen ihr Licht in sich wieder zu zeigen, ihre Besonderheit, ihre Gabe, ihren Platz. Ich sehe tiefer, sehe die Essenz, das Urwesen und die Schätze, die es zu heben gilt. Wie wenn ich sie alle wachrüttele, damit wir endlich loslegen können, raus in die Welt gehen und die Revolution vorantreiben, die stille, innere Revolution. Und wenn ich so recht drüber nachdenke, brauchen wir gar nicht raus in die Welt. Wir dürfen da bleiben wo wir sind. Es reicht, wenn wir uns mit allem zeigen, was uns gerade ausmacht, mit unserem Schmerz, mit unseren Sehnsüchten, mit unserer Geschichte. Es reicht, einfach wir selbst zu sein und uns zu zeigen und damit alle anderen zu ermutigen, sich auch zu zeigen, genauso wie sie jetzt gerade sind.

Ich glaube, das ist unsere eigentliche Aufgabe. Einfach echt sein und damit als Beispiel voran gehen. Ich hab schon mal damit angefangen... ;) ♥

Vorhin hatte ich den Gedanken eine Art Ausbildung anzubieten und darin alles auszuprobieren und vorzustellen, was mir geholfen hat, mich selbst wieder zu finden. Herumspielen und herausfinden, was wem liegt, wer jeder ist, wie der Rhythmus von einem jeden ist, welche Bedürfnisse da sind, welche Blockaden vielleicht noch wirken, wo die Gaben und Neigungen liegen. Und wenn ich mir vorstelle, dass ich mit meinen Seelenfamilienmitgliedern "arbeite", dann hüpft mein Herz nur so, weil wir alle so ähnlich gestrickt sind. Ich wüsste genau, wo ich "graben" müsste, um die Schätze zu finden. Diese "Ausbildung", die eigentlich keine ist und für die es überhaupt kein Konzept gäbe, wäre eigentlich nur ein Beisammensein, bei dem man sich selbst wieder findet. Mehr nicht... eine Ausbildung zu dem Menschen, als der man gedacht ist. Eine Ausbildung zu sich selbst. Man bildet sich selbst aus. Herrlich! Ich liebe diese Wortspiele.

Das alles lasse ich jetzt einfach mal da und wirken und gedeihen. Ich spüre unbändige Freude in mir, weil da gerade etwas entsteht und das ist einfach nur grandios! 
 
 
Der Samen einer Blume enthält alles Wissen, was nötig ist.
Foto: Anja Reiche